Greenpeace zur Erreichung der Energieziele: Mehr Transparenz und Nachhaltigkeit

Nächste Bundesregierung muss Versäumnisse beheben

Wien (OTS) - Wie heute bekannt geworden ist, klagt die Europäische Kommission Österreich wegen seiner Versäumnisse bei der Erreichung der Energieziele bis 2020. Kritisiert wird der Netzzugang von Erzeugern von erneuerbarer Energie sowie Nachhaltigkeitskriterien für Agrosprit. "Österreich ist zwar auf Schiene, was die Erreichung des 34 Prozent Anteils erneuerbarer Energie bis 2020 betrifft, doch die Ausgestaltung ist zum Teil mangelhaft. Die EU-Klage muss die Parteien, die in dieser Stunde wesentliche Entscheidungen über die Zukunft Österreichs treffen, wachrütteln. Die Versäumnisse der Vergangenheit müssen jetzt behoben werden", so Julia Kerschbaumsteiner von Greenpeace.

Laut der Greenpeace Energiesprecherin muss Österreich nun dringend Schritte setzen, um eine demokratische und nachhaltige Energiewende sicherzustellen. Konkret braucht es stabile Bedingungen, die Investitionen in erneuerbare Energieträger ermöglichen. Dazu gehört neben transparenten Förderbedingungen auch der bevorzugte Zugang für Erzeuger erneuerbarer Energien zum Stromnetz. "Nur unter diesen Voraussetzungen wird Planungssicherheit für all jene, die in erneuerbare Energie investieren wollen, geschaffen", so Kerschbaumsteiner. Das seit 2012 geltende Ökostromgesetz sei eine gute Basis für den Ausbau, bedürfe jedoch in diesen Punkten einer Nachschärfung.

Ebenso müsse die zukünftige Regierung die vollständige Erfüllung und strengere Kontrolle der Nachhaltigkeitskriterien für Agrosprit in nationales Recht umsetzen. Greenpeace fordert, dass Faktoren der indirekten Landnutzungsänderung (iLUC) zukünftig stärker berücksichtigt werden und die Gesamtumweltbilanz von Agrosprit einer Bewertung unterzogen wird. "Das Landwirtschaftsministerium und der zukünftig zuständige Minister müssen die Verantwortung für eine nachhaltige Nutzung von Bioenergie übernehmen", schließt Kerschbaumsteiner.

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Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin bei Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 857 4596
Christine Gebeneter, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 85 74 598

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