"matinee" am 24. November: Doku "Burgenland singt" und Hildegard von Bingens gregorianische Mystik vom Brucknerfest

Außerdem: Katholischer Gottesdienst aus Michaelbeuern und der Dom zu Speyer" in "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"

Wien (OTS) - Musikalisch-mystisch präsentiert sich die von Clarissa Stadler moderierte "matinee" am Sonntag, dem 24. November 2013, um 9.05 Uhr in ORF 2. Zum Auftakt steht die Dokumentation "Burgenland singt" des ORF-Landesstudios auf dem Spielplan, die die wichtigsten Veranstaltungen der Burgenländischen Kulturinitiative 2013 begleitet. Das ganzjährige Programm reicht von Wettbewerben, wissenschaftlichen Tagungen und der Herausgabe von Publikationen bis zu Auftritten verschiedenster Ensembles und Chöre in Konzertsälen, Gasthäusern und Kirchen. Nach dem "Katholischen Gottesdienst" live aus der Benediktinerabtei Michaelbeuern im Salzburger Land (9.30 Uhr) steht "Der Dom zu Speyer - Die Kirche der Salisis" im Mittelpunkt einer Ausgabe von "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" (10.15 Uhr). Abschließend präsentiert die "matinee" die Highlights eines ganz besonderen Abends vom Brucknerfest 2013: In "Hildegard von Bingen -Mystik der Gregorianik" (10.30 Uhr) rezitiert Gloria Fürstin von Thurn und Taxis Texte der Benediktinerin und Universalgelehrten, eingebettet in mittelalterliche gregorianische Gesänge.

Die Sendungen im Detail:

"Burgenland singt" (9.05 Uhr)

Die Dokumentation von Melanie Balaskovics spannt einen Bogen über alle Chor-Initiativen in den Städten und Dörfern des Burgenlandes. Wie ein roter Faden ziehen sich die Proben und die Aufführung von W.A. Mozarts "Requiem" - interpretiert vom Chor Musica Sacra und der Kammerphilharmonie Lockenhaus unter der Leitung von Wolfgang Horvath - durch den Film, der auch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Burgenländischen Kulturinitiative 2013 porträtiert. Beteiligt sind leidenschaftliche Laiensänger und -sängerinnen genauso wie Profis, darunter der Tenor Wilhelm Spuller und die Sopranistin Cornelia Horak. Egal, ob Traditionelles und Zeitgemäßes, Volkskultur und Hochkultur aufeinander treffen: die Leidenschaft für das "Singen" ist allen Mitwirkenden gemeinsam.

"Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Der Dom zu Speyer - Die Kirche der Salisis" (10.15 Uhr)

Der Dom zu Speyer ist die größte heute noch erhaltene romanische Kirche. Kaum war er gekrönt, hatte Konrad der Zweite, der erste Salier auf dem Kaiserthron, beschlossen, am Ufer des Rheins einen Dom zu erbauen. In dem bis dahin unbedeutenden Städtchen Speyer sollte der größte Dom der Christenheit entstehen. Um 1027 legte er den Grundstein, geweiht wurde der Dom 1061 unter Heinrich dem Vierten, dem Enkel des Gründers. Zwanzig Jahre später lässt Heinrich der Vierte, der von Speyer aus nach Canossa gezogen war, um sich vom päpstlichen Bann zu lösen, den Dom völlig neu gestalten. Das Bauwerk wird zum Vorbild zahlreicher Kirchenbauten des frühen Mittelalters. 1689 in Brand gesetzt und 1794 von französischen Revolutionstruppen verwüstet, kann 1806 der schon beschlossene Abriss in letzter Sekunde verhindert werden.

"Hildegard von Bingen - Mystik der Gregorianik" (10.30 Uhr)

In einer Zeit, die kaum Raum für Besinnung und Kontemplation lässt, ist die erstaunlich publikumswirksame Veröffentlichung von gregorianischen Gesängen zu einem Phänomen geworden. Die Jahrhunderte alten, einstimmigen Gesänge aus der römisch-katholischen Liturgie gehören zum wichtigsten überlieferten Kulturgut des Abendlandes und haben sich hauptsächlich in der Gesangstradition großer Mönchsklöster lebendig erhalten. Heutigen Zuhörerinnen und Zuhörern erscheinen die Melodien, die zur meditativen Ruhe einladen, mystisch und geheimnisvoll. Beim Linzer Brucknerfest 2013 haben sie den speziellen Rahmen des Programmes "Hildegard von Bingen - Mystik der Gregorianik" gebildet. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis interpretiert darin nicht nur die Schriften der Benediktinerin Hildegard, sondern erzählt auch aus dem Leben dieser ungewöhnlichen und hochbegabten Ordensfrau des Mittelalters. Begleitet wird sie von der Harfenistin Sabine Gruber-Heberlein und dem Gregorianika Chor. Das Wissen der Gelehrten Hildegard von Bingen berührt und bereichert bis heute. Das Publikum erlebt bei dieser tief bewegenden Zeitreise ins 12. Jahrhundert die Mystik der Vergangenheit, deren Aussage und Zauber auch heute noch aktuell sind - den ORF-Zusammenschnitt dieses besonderen Abends gestaltete Thomas Bogensberger.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0008