Regner: Anfang vom Ende der Männerquote ist erreicht!

Chefverhandlerin des EU-Parlaments hat zahlreiche Verbesserungen durchgesetzt - Soll für mehr Gerechtigkeit in rund 5.000 Unternehmen sorgen

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete und Berichterstatterin der Richtlinie zur ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in den Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen freut sich über die breite Annahme ihres Berichts im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg. "Die EU-Richtlinie wird nach Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten im Rat zu einem Meilenstein für mehr Geschlechtergerechtigkeit und für mehr Transparenz und besseres Wirtschaften werden. Es geht darum, die Männerquoten abzuschaffen ohne Frauenquoten einzuführen. Ziel ist es, in rund 5.000 börsennotierten europäischen Unternehmen ab 250 MitarbeiterInnen, bis zum Jahr 2020 einen Frauenanteil von 40 Prozent im Aufsichtsrat zu erzielen. Dies wird durch die Anwendung eines offenen, transparenten Auswahlverfahrens verwirklicht, in dem alle die gleichen Chancen haben. Die Besetzung von Posten hinter verschlossener Tür ist künftig Geschichte und Männerbünde werden ausgehebelt", erläutert Regner am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die SPÖ-Europaabgeordnete hat den Kommissionsvorschlag in mehreren Punkten deutlich verbessert. "Wir haben Branchenausnahmen abgeschafft und weitere, wie etwa eine Ausnahme für Familienunternehmen, abgewehrt. Dadurch wären Unternehmen wie BMW oder Lego nicht abgedeckt. Unternehmen, die sich über den Finanzmarkt finanzieren lassen und mehr als 250 MitarbeiterInnen beschäftigen, können auch Qualitätskriterien umsetzen - jeder Aufschrei dagegen ist nicht nachvollziehbar", so Regner. Die Mitgliedstaaten selbst werden das Ausmaß der Sanktionen für jene Unternehmen beschließen, die die neuen Kriterien missachten - dazu zählt etwa der Ausschluss von EU-Ausschreibungsverfahren.

Kritik, dass mit der Einführung dieser Regelungen Männer benachteiligt würden, ist zurückzuweisen. In erster Linie soll nämlich sichergestellt werden, dass die Auswahl von Führungskräften transparent, gerecht und nachvollziehbar ist. Während das Geschlecht bei der derzeitigen Postenvergabe offensichtlich eine entscheidende Rolle spielt (aktuell sind nur 15 Prozent der Aufsichtsräte in den größten EU-Firmen weiblich), soll in Zukunft die Qualifikation im Mittelpunkt stehen. (Schluss) bj/mp

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