Grüne stellen Antrag auf Erhöhung der Familienbeihilfe

Musiol: Keine WählerInnentäuschung zu Lasten von Familien

Wien (OTS) - "Ich sehe absolut nicht ein, warum Familien den Preis für verfehlte Finanzplanung von ÖVP und SPÖ zahlen sollten. Über Monate wurden Familien die Erhöhung der Familienbeihilfe sowie eine laufende Inflationsanpassung in Aussicht gestellt. Nun einfach zu sagen es sei leider doch kein Geld für Familien übrig, ist nichts anderes als WählerInnentäuschung", sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen.

Die Familienbeihilfe ist eine substantielle finanzielle Unterstützung für alle Familien und ihre Kinder. Vor zehn Jahren fand zuletzt eine minimale Erhöhung statt. Im Gegensatz zu Pensionen wird die Familienbeihilfe nicht laufend an die Inflation angepasst. Familien und auch Studierende sind damit konfrontiert, dass die Familienbeihilfe laufend an Wert verliert, die alltäglichen Kosten der Lebenserhaltung jedoch laufend steigen.

"Viele Familien wissen nicht mehr wie sie trotz zweier Einkommen die alltäglichen Ausgaben bestreiten sollen. Familien sollten die Entscheidung für Kinder nicht erschwert, sondern erleichtert werden. Kinder dürfen keine Frage der Leistbarkeit sein. Wir bringen daher heute einen Antrag auf die Erhöhung und die laufenden Inflationsanpassung der Familienbeihilfe ein", sagt Musiol. Die Grünen fordern darin genau das, worauf sich SPÖ und ÖVP noch im Juni im Ministerrat geeinigt haben.

Die Grünen plädieren außerdem dafür, die Sinnhaftigkeit von Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten sowie des Kinderfreibetrages zu überprüfen. Hier werden jährlich Millionenbeträge budgetiert und nicht abgeholt. Geht es nach Musiol, sollte dieses Geld entweder in die Erhöhung der Familienbeihilfe oder in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen. "Denn davon würden alle Familien profitieren, nicht nur die mit höheren Einkünften", sagt Musiol.

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