Korun: Antrag zur besseren Erkennung von Folteropfern im Asylverfahren

Grüne: Traumata bei AsylwerberInnen bleiben in Österreich oft unerkannt

Wien (OTS) - "Das Ludwig Boltzmann Institut hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie traumatisierte Flüchtlinge im Asylverfahren oft behandelt werden. Sie öffnet eine,m die Augen: Denn anhand ganz konkreter Fälle wird aufgezeigt, dass gerade jenen, die tatsächlich gefoltert und misshandelt wurden, aufgrund ihrer Traumatisierung im Asylverfahren oft nicht geglaubt wird. Unser aller Ziel muss sein, dass diese Ungerechtigkeit beseitigt wird", sagt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, und ergänzt:
"Deshalb werde ich in den nächsten Tagen im Parlament einen Antrag einbringen, um die Erkennung von Traumata im Asylverfahren zu verbessern".

Damit bei Asylverfahren die Wahrheit ans Licht kommen kann und auch wirklich jene geschützt werden, die unter Folter und Misshandlung gelitten haben, brauchen wir bessere Erkennung von Traumatisierungen. Jene die über Asylentscheidungen verfügen müssen wirklich informiert sein darüber, wann Traumatisierung vorliegt und wie sich Traumatisierungen auswirken können. Nur dann können Asylentscheidungen richtig getroffen werden. Das UN-Istanbul Protokoll enthält diesbezüglich ausführliche Richtlinien, etwa wie hier bei Befragungen vorzugehen ist und welche körperlichen und psychischen Merkmale eindeutige Anzeichen für Folter sind. Damit dieser Maßstab, der von hochrangigen ExpertInnen vor Jahren ausgearbeitet wurde auch endlich in unsere österreichische Asylrealität Eingang findet, werde ich einen Antrag im Parlament einbringen. Die effektive Umsetzung des UN-Istanbul Protokolls ist nämlich möglich und notwendig. Die Regierung muss es nur wollen" , meint Korun.

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