GPA-djp-Fetik: KV Handel als wesentlicher Schritt auf dem Weg zu mehr Einkommensgerechtigkeit

Verbindliche Beispiele zur Weiterrechnung des Gehalts im KV stellen klar, dass Karenz nicht zu Diskriminierung führen darf

Wien (OTS/ÖGB) - "Der aktuelle Kollektivvertragsabschluss im Handel bringt für Frauen weitere Verbesserungen: Neben der Verankerung des Mindestgehalts von 1.500 Euro brutto ab 2015 haben die VerhandlerInnen eine weitere qualitative Vereinbarung auf dem Weg zu mehr Einkommensgerechtigkeit erreicht", kommentiert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp): Der neue, ab Jahresbeginn 2014 geltende Kollektivvertrag stellt nunmehr eindeutig klar, dass Beschäftigten während ihrer Elternkarenz Gehaltserhöhungen zustehen.++++

"Bereits mit dem Kollektivvertragsabschluss für 2012 haben wir durchgesetzt, dass Karenzzeiten auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers als Berufszeiten angerechnet werden", erklärt Anita Palkovich, zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin für den Handel in der GPA-djp. Das Feedback von Betroffenen und BetriebsrätInnen habe allerdings gezeigt, dass immer noch Handlungsbedarf herrsche, weil in manchen Unternehmen nicht klar war, dass den Beschäftigten in Karenz alle Vorrückungen und Gehaltserhöhungen zustehen. Im aktuellen Kollektivvertrag wurden deswegen verbindliche Beispiele zur Weiterrechnung des Gehalts während der Karenz verankert. "Damit ist klar vorgegeben, wie und in welcher Form das Gehalt zu berechnen ist und es wird sichergestellt, dass die Karenz nicht zur Diskriminierung bei der Festsetzung des Gehaltes führen kann", so Palkovich.

"Im Zusammenwirken mit dem erfreulichen Gehaltsabschluss stellt er nunmehr eine gute Entwicklung für diese große Angestelltengruppe mit großem Frauenanteil dar. Als GPA-djp beweisen wir damit einmal mehr, dass Gleichstellungspolitk und wirksame Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere auf unserer Agenda ganz oben bleiben!", gratuliert Fetik zu diesem qualitativ so erfolgreichen Abschluss für rund 530.000 Angestellte im Handel.

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