Burgenlands Regierungsverhandler sind jetzt gefordert

Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth warnt davor, sich von der Leistungsgesellschaft zu verabschieden und fordert von den Regierungsverhandlern strukturelle Reformen zu berücksichtigen.

Eisenstadt (OTS) - "Egal welche Köpfe, egal welche Ressortverteilung, es ist wichtig, dass wir künftig mehr Anreize zum Arbeiten schaffen, Steuererhöhungen sind hier sicher der falsche Weg", betont Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth in Richtung aller burgenländischen Vertreter, die im Rahmen der Regierungsverhandlungen im Einsatz sind.

Derzeit werde - aus Sicht des Präsidenten - zu viel darüber nachgedacht, wie man zusätzliches Steuergeld lukrieren könne und zuwenig, wo man ausgabenseitig den Hebel ansetzen kann. Er fordert daher Strukturreformen bei Verwaltung, Bildung und Pensionssystem. Auch die überbordenden Kontrollen und Sanktionierungen sind Nemeth ein Dorn im Auge: "Das vernichtet Steuergeld, wenn fast wöchentlich ein anderer Kontrollor, Sachverständiger oder BH-Beamter in den Betrieb kommt, mit ständig neuen Auflagen und Regelungen, die das unternehmerische Fortkommen behindern", so Nemeth.
Er sieht aber auch die Notwendigkeit, dass allen, die fleißig arbeiten, am Monatsende mehr Geld im Börserl bleibt: "Derzeit fressen ja Inflation und die hohen Lohnnebenkosten die Erhöhungen nach den KV-Abschlüssen weg. Dieses Geld fehlt den Menschen für den privaten Konsum."

Nemeth kündigt jetzt noch intensive Gespräche mit den Regierungsverhandlern aus dem Burgenland an, um diese Inhalte einzubringen.

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Dkfm. Harald Schermann, E-Mail: harald.schermann@wkbgld.at

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