VP-Dworak: Rot-Grün muss bei Schuldenprävention den Hebel ansetzen

Wiener Finanzführerschein für Jugendliche als wirksames Mittel gegen Abgleiten in die Schuldenfalle

Wien (OTS) - Angesichts der seit Jahren steigenden Zahl an Mindestsicherungsbezieher/innen in Wien (für 2014 rechnet man mit 152.000 Menschen, eine Steigerung von mehr als 5%) derzeit und den damit verbundenen finanziellen Belastungen des Budgets mit nicht weniger als 586 Millionen Euro mahnt die ÖVP Wien im Rahmen der Budgetdebatte des Wiener Gemeinderates einmal mehr konkrete Gegenmaßnahmen ein.

In der Bundeshauptstadt bezogen zuletzt ca. 144.000 Menschen Leistungen aus der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) und dieser Wert wird im kommenden Jahr noch weiter steigen. "Wiens Spitzenplatz bei der Zahl der Menschen, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, ist ein erschreckendes Alarmsignal. Hier muss nachhaltig entgegengewirkt werden", betonte VP-Gemeinderat Bernhard Dworak in seiner gestrigen Rede in der Budgetdebatte zur Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales.

So forderte die ÖVP Wien durch einen Beschlussantrag, der gestern dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales zugewiesen wurde, die Einführung eines "Wiener Finanzführerscheins für Jugendliche", um sowohl in den Pflichtschulen, als auch im außerschulischen Jugendbereich wie etwa den Jugendzentren den Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit Geld in anschaulicher Art und Weise nahezubringen.

In Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg gibt es diese spezielle Informationsform bereits seit Jahren und sie wird sehr gut angenommen. Vorarlberg wurde für dieses innovative Sozialprojekt 2007 mit dem Preis der "Sozialmarie" ausgezeichnet.

"Ich würde mir daher wünschen, dass auch Wien diese vorbeugende Maßnahme setzt. Wir wollen Menschen nicht nur dann helfen, wenn sie bereits mit massiver Verschuldung zu kämpfen haben, sondern nach Möglichkeit im Vorfeld mit nachhaltigen Leistungen aktiv entgegenwirken, denn Sozialpolitik darf sich nicht auf das Lindern von Symptomen beschränken. Hier muss die rot-grüne Stadtregierung deutlich stärkere Akzente setzen", so Dworak abschließend.

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