SJ NÖ - Boris Ginner zum Vorsitzenden gewählt: Leben heißt kämpfen!

Sozialistische Jugend NÖ für Ende der Kürzungspolitik in Europa und Urabstimmung über Koalitionspakt - Valerie Kalnein neue Frauensprecherin

St. Pölten (OTS) - Auf der 38. Ordentlichen Landeskonferenz der Sozialistischen Jugend Niederösterreich in St. Pölten wurde am vergangenen Wochenende der 27-jährige Steinakirchner Boris Ginner mit 96,3 Prozent zum Landesvorsitzenden gewählt. Ginner beerbte als geschäftsführender Vorsitzender bereits im Oktober 2012 Andreas Beer, als dieser Bürgermeister der Stadtgemeinde Gmünd wurde. Mit 99 Prozent zur Landessekretärin gewählt wurde die 22-jährige Herzogenburgerin Marlene Reinberger.

Das Motto der Konferenz "Leben heißt kämpfen" verdeutliche den Zugang der SJ zu politischer Jugendarbeit, hob Ginner hervor: "Nicht Resignation, Frömmigkeit oder Gehorsam haben je reale Verbesserungen bewirkt. Gesellschaftlicher Fortschritt fällt nicht vom Himmel, sondern ist Ergebnis organisierter Kämpfe. Wer eine bessere Gesellschaft will, muss kämpfen und sich organisieren!"

Gerade die Jugend sei die Hauptverliererin des derzeitigen "Krisenmanagements" in Europa: "Die Jugend Europas droht zur verlorenen Generation zu werden. Der immer härtere Wettbewerb soll die Jugendlichen disziplinieren, gängeln und kleinhalten - und sie vor allem davon abhalten, sich für eigene Interessen zu organisieren. Wir erleben heute ein Wirtschaftssystem, in dem Demokratie und sozialstaatliche Absicherung gegen die Wand gefahren werden und eine immer größere Reservearmee aus arbeitslosen Jugendlichen entsteht. Die Sozialistische Jugend gibt es nicht zum Selbstzweck: Wir sehen uns als Kampforgan der Jugend und Instrument zur Veränderung der Gesellschaft." Da die wenigen ProfiteurInnen des derzeitigen Wirtschaftssystems bestens organisiert und vernetzt seien, führe auch an der Organisierung der breiten Masse der ArbeiterInnen und Jugendlichen kein Weg vorbei.

"Wann, wenn nicht jetzt, werden die reichsten 80.000 Personen, die über mehr Vermögen verfügen als 90 Prozent der Bevölkerung, endlich zur Kasse gebeten?", betonte Ginner in Bezug auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen. Die SPÖ dürfe sich keinesfalls zur Gehilfin einer von der ÖVP beabsichtigten Kürzungspolitik machen lassen, sprach sich Ginner auch dafür aus, eine Urabstimmung über den Koalitionspakt abzuhalten. Weiter forderte Ginner ein Ende des "wirtschaftlichen Suizidkurses" in Europa: "Mit Schuldenbremsen, dem Fiskal- und dem vor der Tür stehenden Wettbewerbspakt nimmt sich die Politik jegliche Möglichkeit, konjunkturbelebende Maßnahmen umzusetzen. Der eiserne Sparkurs führt tiefer hinein in die Krise statt aus ihr heraus. Durch die Übermacht der Finanzmärkte ist der Handlungsspielraum der Politik ohnehin schon eingeschränkt. Wenn man einem Einbeinigen auch noch das zweite Bein amputiert, wird dieser nicht schneller laufen können. Jagen wir die neoliberale Glaubensgemeinschaft mit all ihren Lobbys und selbsternannten Experten zum Teufel! Überwinden wir eine Gesellschaft, in der es sich die Wenigen auf Kosten der Vielen richten. Leben heißt kämpfen!", so Ginner abschließend.

Mit 100 Prozent zur neuen Frauensprecherin der SJ NÖ gewählt wurde die Badenerin Valerie Kalnein, die Ginner künftig auch als Stellvertreterin zur Seite steht. Ebenfalls zu StellvertreterInnen gewählt wurden der St. Pöltner Jakob Winter, die Zwettlerin Naomi Dutzi, der Amstettener Mirza Buljubasic, sowie der Schwechater Michael Gogola. Fotos zur Landeskonferenz finden Sie online unter
http://www.flickr.com/photos/sozialistischejugend/sets/72157637798340
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Marlene Reinberger
Sozialistische Jugend NÖ
Landessekretärin
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