Greenpeace: Österreich macht bei internationalem Klimaschutzindex Plätze gut

Österreich muss sich bei Klimakonferenz für ambitionierte EU-Klimapolitik einsetzen

Warschau/Wien (OTS) - Der heute im Rahmen der Klimakonferenz von Germanwatch vorgestellte Klimaschutzindex "Climate Change Performance Index" (CCPI) stellt der österreichischen Klimapolitik ein leicht besseres Zeugnis aus als in den vergangenen Jahren: Von 61 Plätzen belegt Österreich heuer Rang 29 und macht damit fünf Plätze im Vergleich zum Vorjahr gut. Diese leichte Verbesserungen sieht Greenpeace im Inkrafttreten des Ökostromgesetzes 2012 begründet: "Das Gesetz, das den Ausbau der erneuerbaren Energieträger in Österreich regelt, zeigt Wirkung. Die jährlichen Zuwachsraten an erneuerbarer Energie haben einen direkten Effekt auf das Klima", so Julia Kerschbaumsteiner, Klimasprecherin von Greenpeace.

Dennoch sieht die Umweltschutzorganisation keinen Grund zum Jubeln. Vor allem in den Bereichen Energieeffizienz und CO2 Reduktion in Sektoren wie Industrie, Haushalte und Flugverkehr hinkt Österreich massiv hinterher. Greenpeace fordert daher weitreichende Maßnahmen, wie Investitionen in thermische Sanierung, ein ambitioniertes Energieeffizienzgesetz und vor allem ein wirksames Klimaschutzgesetz, um in diesen Bereichen deutliche Verbesserungen zu erzielen. "Das seit 2011 gültige Klimaschutzgesetz hat sich als wenig wirksam erwiesen. Ein neues Gesetz muss über das Jahr 2020 hinaus verbindliche ambitionierte Ziele zur Reduktion der Treibhausgase in Österreich festlegen", fordert die Greenpeace Sprecherin. Auf europäischer Ebene fordert Greenpeace, dass sich Österreich für eine Erhöhung des aktuellen europäischen CO2-Reduktionsziels von derzeit 20 auf 30 Prozent bis 2020 einsetzt.

"Österreich hat ein großes Potential für die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und damit die besten Voraussetzungen, ein internationaler Vorreiter in der Klimapolitik zu sein. Dennoch bewegen wir uns nur im Mittelfeld. Diese Performance ist nicht ausreichend, um das Weltklima zu retten. Die nächste Bundesregierung muss sich daher aktive Klimapolitik auf die Fahnen heften", so Kerschbaumsteiner.

Da keines der untersuchten Länder die nötigen Anforderungen erfüllt, um die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius einzudämmen lässt Germanwatch, wie jedes Jahr, die ersten drei Plätze des Rankings frei.

Rückfragen & Kontakt:

Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 857 45 96
Florian Schweitzer, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 67 18

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001