LSP Buchmayr/KO Hirz: Lenzing: Unternehmen stellt Wohl der Aktionäre über jenes der Belegschaft

Konzernführung ist aufgerufen neue Konzepte zu überdenken

Linz (OTS) - "Je mehr Details zu Lenzing bekannt werden, umso unverständlicher wird das Vorgehen der Konzernführung. Das Unternehmen macht noch immer satte Gewinne und setzt dennoch hunderte ArbeiternehmerInnen auf die Straße. Man stellt also ganz klar das Wohl der Aktionäre über jenes der Belegschaft. Dies ist in dieser Form nicht zu akzeptieren", betont die Landessprecherin und Arbeitsmarktsprecherin der Grünen OÖ LAbg. Maria Buchmayr.
Sie hat in diesem Sinne auch vollstes Verständnis für die Sorgen der Belegschaft und die massive Kritik des Betriebsrates, der durch diese Maßnahme auch die Qualität und den Standort Lenzing gefährdet sieht.
Einen "mittlerweile nicht mehr nachvollziehbaren Schritt", sieht auch der Klubobmann der Grünen OÖ und regionale Grüne Abgeordnete für den Bezirk Vöcklabruck, Gottfried Hirz, im dramatischen Stellenabbau des Konzerns und deponiert auch eine klare Forderung: "Der Vorstand ist dringend aufgerufen neue Konzepte zu überdenken. Einerseits Gewinne und andererseits massive Entlassungen - das passt einfach nicht zusammen".
Auch für Hirz ist die Kritik des Betriebsrates und der Belegschaft aber auch der Ärger in der Bevölkerung hundertprozentig nachvollziehbar. "Die Kündigungen sind ein verheerendes Signal. Es geht hier um das Schicksal, um die Zukunft hunderter MitarbeiterInnen, es geht um die Belegschaft, die nun schwerst verunsichert ist und es geht um die Zukunft des wichtigsten Leitbetriebes in der Region".
Als unangebracht sieht Hirz auch die medial zitierte Aussage von Lenzing Vorstandschef Untersperger, das Unternehmen habe in den letzten Jahren "Fett angesetzt". "Das Land hat dem Unternehmen in der Krise geholfen, eine Haftung übernommen und somit die Konsolidierung und das Wachstum des Unternehmens unterstützt. Jetzt von angesetztem Fett zu sprechen ist eine wahrlich schlechte Wortwahl und auf Kosten der MitarbeiterInnen abspecken zu wollen, eine zwar simple aber auch mehr als fragwürdige Strategie".

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