- 15.11.2013, 11:53:49
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FEEI: Breitbandausbau darf nicht ins Budgetloch fallen
Einnahmen aus LTE-Versteigerung gehören in IKT Sektor reinvestiert
Utl.: Einnahmen aus LTE-Versteigerung gehören in IKT Sektor
reinvestiert =
Wien (OTS) - "Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur muss in den
Budgetverhandlungen ein Topthema für die Zukunft Österreichs sein und
kein Thema für mögliche Streichungen infolge des Kassasturzes",
kommentiert Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband
der Elektro- und Elektronikindustrie, die aktuelle Diskussion um die
möglichen Sparmaßnahmen der zukünftigen Regierung.
"Nach dem hohen Erlös der LTE-Versteigerung müssen mindestens 1
Mrd. Euro in den IKT-Sektor reinvestiert werden, verwaltet von einem
IKT-Innovationsfonds", fordert Roitner. Finanziert werden sollen
damit der Breitbandausbau mit den leistungsfähigsten Technologien und
die IKT-nahe Forschungsförderung. "Beides kommt dem
Wirtschaftsstandort Österreich langfristig zugute. Nicht nur der
Aufbau der Infrastuktur hat ein hohes Maß an direkter lokaler
Wertschöpfung. Ihr Ausbau löst in der gesamten Wirtschaft
nachweislich nachhaltige positive Effekte aus", unterstreicht Roitner
die volkswirtschaftliche Bedeutung der Reinvestitionen. Das BMVIT
sagte im Frühjahr 2013 öffentlich zu, dass 50% der Einnahmen der
Versteigerung wieder dem IKT-Sektor zur Verfügung gestellt werden
sollen. Auch im Bundesgesetz über die Bewilligung des
Bundesvoranschlages für das Jahr 2013 ist die Verwendung der
Mehreinnahmen klar geregelt. "Daran darf auch eine neue
Bundesregierung nicht rütteln", fordert Roitner. Um eine effiziente
Vergabe der Mittel sicherzustellen, schlägt der FEEI vor, einen
Innovationsfonds für den Breitbandausbau und IKT-Forschung
einzurichten. "Nur so kann verhindert werden, dass wahrscheinlich ein
großer Teil des Geldes in schwarzen Budgetlöchern des Staatsdefizits
verschwinden wird", erklärt der FEEI-Geschäftsführer.
Investitionen in IKT bringen nachweislich nachhaltige
volkswirtschaftliche Effekte
Berechnungen der Weltbank sowie des CESifo zeigen, dass ein
Anstieg der Breitbandpenetration um 10 % zu einer Steigerung des BIP
pro Kopf um 1,2 % führt. Berechnungen des WIFO zu Folge schafft bzw.
sichert ein Investment von 1,5 Mrd. Euro in den Breitbandausbau eine
Beschäftigung von 64.200 Arbeitsplätzen (VZÄ). Investitionen in den
IKT Sektor weisen darüber hinaus eine besonders hohe und langfristige
volkswirtschaftliche Rendite auf. Laut dem Economica Institut senken
sie die Arbeitskosten überproportional, stärken die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich und sichern
Beschäftigung. Auch außerhalb der Ballungszentren enstehen damit
hochqualifizierte Jobs und die Unternehmen werden bei der Produktion
innovativer Güter und Dienstleistungen gestärkt.
Elektro- und Elektronikindustrie ist Kompetenzführer bei IKT
Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ist vor allem
bei Technologien, die durch Informations- und
Kommunikationstechnologie (IKT) für mehr Intelligenz und Effizienz im
Alltag sorgen, der Innovationstreiber. Von intelligenten
Energieinfrastrukturen, über Verkehrsleitsysteme bis hin zur
energieeffizienten Waschmaschine entwickeln und produzieren die
Unternehmen am Standort Österreich Produkte und Anwendungen, die zur
Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wesentlich
beitragen", unterstreicht FEEI-Geschäftsführer Roitner abschließend.
Über den FEEI
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in
Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit knapp 59.000
Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,73 Milliarden Euro
(Stand 2012). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u.
a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation
(FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband
Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der
Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI,
die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im
weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere
Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter
http://www.feei.at/presse/.
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