FEEI: Breitbandausbau darf nicht ins Budgetloch fallen

Einnahmen aus LTE-Versteigerung gehören in IKT Sektor reinvestiert

Wien (OTS) - "Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur muss in den Budgetverhandlungen ein Topthema für die Zukunft Österreichs sein und kein Thema für mögliche Streichungen infolge des Kassasturzes", kommentiert Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die aktuelle Diskussion um die möglichen Sparmaßnahmen der zukünftigen Regierung.

"Nach dem hohen Erlös der LTE-Versteigerung müssen mindestens 1 Mrd. Euro in den IKT-Sektor reinvestiert werden, verwaltet von einem IKT-Innovationsfonds", fordert Roitner. Finanziert werden sollen damit der Breitbandausbau mit den leistungsfähigsten Technologien und die IKT-nahe Forschungsförderung. "Beides kommt dem Wirtschaftsstandort Österreich langfristig zugute. Nicht nur der Aufbau der Infrastuktur hat ein hohes Maß an direkter lokaler Wertschöpfung. Ihr Ausbau löst in der gesamten Wirtschaft nachweislich nachhaltige positive Effekte aus", unterstreicht Roitner die volkswirtschaftliche Bedeutung der Reinvestitionen. Das BMVIT sagte im Frühjahr 2013 öffentlich zu, dass 50% der Einnahmen der Versteigerung wieder dem IKT-Sektor zur Verfügung gestellt werden sollen. Auch im Bundesgesetz über die Bewilligung des Bundesvoranschlages für das Jahr 2013 ist die Verwendung der Mehreinnahmen klar geregelt. "Daran darf auch eine neue Bundesregierung nicht rütteln", fordert Roitner. Um eine effiziente Vergabe der Mittel sicherzustellen, schlägt der FEEI vor, einen Innovationsfonds für den Breitbandausbau und IKT-Forschung einzurichten. "Nur so kann verhindert werden, dass wahrscheinlich ein großer Teil des Geldes in schwarzen Budgetlöchern des Staatsdefizits verschwinden wird", erklärt der FEEI-Geschäftsführer.

Investitionen in IKT bringen nachweislich nachhaltige volkswirtschaftliche Effekte

Berechnungen der Weltbank sowie des CESifo zeigen, dass ein Anstieg der Breitbandpenetration um 10 % zu einer Steigerung des BIP pro Kopf um 1,2 % führt. Berechnungen des WIFO zu Folge schafft bzw. sichert ein Investment von 1,5 Mrd. Euro in den Breitbandausbau eine Beschäftigung von 64.200 Arbeitsplätzen (VZÄ). Investitionen in den IKT Sektor weisen darüber hinaus eine besonders hohe und langfristige volkswirtschaftliche Rendite auf. Laut dem Economica Institut senken sie die Arbeitskosten überproportional, stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich und sichern Beschäftigung. Auch außerhalb der Ballungszentren enstehen damit hochqualifizierte Jobs und die Unternehmen werden bei der Produktion innovativer Güter und Dienstleistungen gestärkt.

Elektro- und Elektronikindustrie ist Kompetenzführer bei IKT

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ist vor allem bei Technologien, die durch Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für mehr Intelligenz und Effizienz im Alltag sorgen, der Innovationstreiber. Von intelligenten Energieinfrastrukturen, über Verkehrsleitsysteme bis hin zur energieeffizienten Waschmaschine entwickeln und produzieren die Unternehmen am Standort Österreich Produkte und Anwendungen, die zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wesentlich beitragen", unterstreicht FEEI-Geschäftsführer Roitner abschließend.

Über den FEEI

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit knapp 59.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,73 Milliarden Euro (Stand 2012). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.feei.at/presse/.

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