Mückstein: Lange Wartezeiten auf Strahlentherapie benachteiligen sozial schwächere KrebspatientInnen und verringern Heilungschancen

Wien (OTS) - "Ich befürchte, dass langes Warten auf Strahlentherapie vor allem die sozial schwächeren Menschen treffen wird", sagt Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen. Sie verweist auf Aussagen des Salzburger Onkologen Richard Greil, der kürzlich festgestellt hat, dass KrebspatientInnen mit niedrigerem Haushaltseinkommen im Schnitt um 7 Jahre früher sterben. Darüber hinaus lag die Überlebensrate für den Diagnosezeitraum 2004 bis 2009 in Österreich sowohl bei Brustkrebs als auch bei Gebärmutterhalskrebs unter dem EU-Durchschnitt.

"Im Zusammenhang mit der aktuellen Gesundheitsreform warne ich deshalb vor einer derartigen Verknappung des Behandlungsangebots. Die Vorgaben und Richtlinien des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) müsen umgesetzt werden", fordert Mückstein. Danach sollte auf eine Million Einwohner etwa acht Linearbeschleuniger kommen, die innerhalb von 90 Minuten für die PatientInnen erreichbar sind. "Auch das West-Ost-Gefälle muss endlich ausgeglichen werden", sagt Mückstein.

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