Grüne: Aufwertung statt Geringschätzung der Kindergartenpädagogik

Grüne fordern Bundesrahmengesetz für Kindergarten

Wien (OTS) - "Der geplante Einsatz von Volksschullehrern zur Frühförderung im Kindergarten ist eine unüberbietbare Geringschätzung der Arbeit von KindergartenpädagogInnen", zeigt sich die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol empört über die Pläne von SPÖ und ÖVP, Volksschullehrkräfte im Kindergarten einsetzen zu wollen. "Der Vorschlag der Regierungsparteien ist sachlich nicht gerechtfertigt, die Kindergartenpädagogik muss aufgewertet und nicht diskriminiert werden", ist auch Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, überzeugt.

"KindergartenpädagogInnen sind ausgebildete ExpertInnen für die Bildungsarbeit von 0 bis 6-Jährigen Kindern. Allein an den guten Rahmenbedingungen mangelt es, damit KindergartenpädagogInnen tagtäglich die individuelle Förderung mit Kindern umsetzen können", sagt Musiol.

"In den ersten Lebensjahren lernen Kinder am leichtesten, der Kindergarten darf aber nicht verschult werden. Es muss die Möglichkeit zum spielerischen Lernen im Vordergrund stehen, daher gibt es seit dem 19. Jahrhundert eine eigene Ausbildung zur KindergartenpädagogIn", sagt Walser.

"Es ist Aufgabe der nächsten Regierung, den Alltag in Krippen und Kindergärten so zu verbessern, dass sich KindergartenpädagogInnen die individuelle Förderung von Kindern auch leisten können. Wir brauchen einerseits kleinere Gruppen und andererseits eine verpflichtende Ausbildung von KindergartenpädagogInnen auf Hochschulniveau. Das Um und Auf ist hierfür ein Bundesrahmengesetz für den elementaren Bildungsbereich. Seit Jahren setzen wir Grüne uns dafür mit Anträgen ein, aber SPÖ und ÖVP vertagen unsere Initiativen und blockieren damit notwendige Reformen im Kindergarten", sagt Musiol.

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