E-Wirtschaft für bessere Energieberatung und Effizienzmaßnahmen

Oesterreichs Energie: Neue Definition von Energiearmut eröffnet Handlungsoptionen

Wien (OTS) - Für verstärkte Energieberatung und Unterstützung bei Effizienzmaßnahmen für armutsgefährdete Haushalte sprach sich Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft anlässlich der am 14.11.2013 stattfindenden Fachtagung der E-Control zum Thema Energiearmut aus. Die im Rahmen einer Ifes-Studie erarbeitete neue Definition von Energiearmut, sieht Schmidt als hilfreich für die weitere Diskussion dieses Themas, denn damit würden zielgerichtete und sinnvolle Handlungsoptionen eröffnet.

Energiearme Haushalte sind demzufolge jene Haushalte, die über ein verfügbares Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle verfügen und gleichzeitig überdurchschnittlich hohe Energiekosten haben. Schmidt: "Damit wird der Kreis der Betroffenen erstmals klar bezeichnet und zudem verdeutlicht, wo Maßnahmen gesetzt werden können, nämlich bei Energieberatung und Effizienzmaßnahmen." Das seien Themen, die von vielen Unternehmen der österreichischen E-Wirtschaft schon bei einer Vielzahl von Aktionen in Angriff genommen worden seien.

Strom hat nur geringen Anteil an Haushaltsausgaben

Insbesondere die Kosten für Strom machen laut Analyse von Oesterreichs Energie nur einen geringen Anteil der Haushaltsausgaben aus. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht rund 4400 kWh Strom pro Jahr und gibt rund 50 Euro pro Monat für Strom aus. Damit betragen die Stromkosten nur rund zwei Prozent der Haushaltsausgaben. Haushaltsenergie insgesamt summiert sich auf fünf Prozent der Haushaltsausgaben. Schmidt: "Die großen Kostenfallen für Haushalte liegen bei Wohnen, Nahrungsmittel und Verkehr, welche mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Ausgaben ausmachen." Auch wenn Energiearmut sicherlich ein ernstzunehmendes Problem darstelle, sei es hier nicht anders als bei jeder anderen Form der Fixkosten. Die Stromkosten allein seien nicht der Auslöser von Armut. Schmidt: "Die E-Wirtschaft ist und bleibt ein verlässlicher Partner von karitativen Organisationen und der öffentlichen Sozialeinrichtungen, wenn es um Energieberatung oder Lösungen im Einzelfall geht."

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