Rohstoffindustrie: Europa muss bis 2020 globaler Innovationsführer bei Rohstoffen werden.

Rohstoffenquete 2013 zum Thema Rohstoffsicherheit, Innovation und Energie als Standortfaktor

Wien (OTS/PWK796) - Die Europäische Union hat sich mit dem vor kurzem vorgestellten Aktionsplan "Europäische Innovationspartnerschaft für Rohstoffe" (EIP-RM) ein wichtiges und ehrgeiziges Ziel gesetzt. Nämlich die EU bis 2020 in den Bereichen Exploration, Förderung, Verarbeitung und Recycling von Rohstoffen an die Weltspitze zu führen. Der österreichische Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner ist als einer von nur sechs europäischen Ministern im Lenkungsgremium der Partnerschaft vertreten. Im Rahmen der Rohstoffenquete 2013 "Rohstoffe als Innovationstreiber" wurden Strategien und Lösungsansätze zu Versorgungssicherheit Europas mit mineralischen Rohstoffen und zur Leistbarkeit von Energie erarbeitet.

Rohstoffindustrie unterstützt EU-Initiative: Europa muss Innovationsführer werden

"Auch wenn wir mit anderen EU-2020 Zielen nicht immer konform gehen - dieses Vorhaben hat unsere volle Unterstützung", eröffnete Franz Friesenbichler, Präsident der European Mineral Resources Confederation (EUMICON), die Enquete. "Das Angebot an Rohstoffen, einer der Lebensadern des Technologie- und Innovationsstandortes Europas, gerät zunehmend unter Druck. In Zeiten, in denen die Versorgung unseres Kontinents mit Rohstoffen immer mehr von geopolitischen Parametern abhängt ist unsere Innovationskraft und -fähigkeit mehr denn je gefragt. Das gilt insbesondere für Recycling und Substitution", betont Friesenbichler. "Man kann Innovationen allerdings nicht verordnen oder von heute auf morgen beschließen. Sie sind das Resultat von langjährigen Entwicklungsprozessen. Es braucht die richtige Innovationskultur und die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern und forcieren. Das gilt für Innovationen im Allgemeinen und für Innovationen in der forschungsintensiven Rohstoffindustrie ganz besonders", so Friesenbichler weiter.

BMWFJ: Österreich ist im Rohstoffbereich international federführend aktiv

"Österreich ist an der Rohstoffinitiative der EU-Kommission international federführend beteiligt. Das übergreifende Ziel ist die Reduktion der Importabhängigkeit innerhalb Europas, die Diversifizierung der Quellen, die Verbesserung der Ressourceneffizienz und die Substitution" betont Sektionschef Christian Schönbauer vom Wirtschaftsministerium. Gerade im Bereich der forschungsintensiven Substitution nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Mit der im Vorjahr unter der Federführung des Wirtschaftsministeriums geschmiedeten Rohstoffallianz gelang es, das nationale Know-how zu bündeln und es den europäischen Partnern zur Verfügung zu stellen.

IV: Innovation durch Rohstoffe erfordert einen starken Industriestandort Europa

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Innovation gehen Hand in Hand. Österreich und Europa sind von jenen Rohstoffen importabhängig, welche die Grundlage für die Entwicklung von Hochtechnologien bilden. Nur mit einer sicheren Rohstoffbasis wird Europa in künftigen Schlüsseltechnologien, wie der erneuerbaren Energiegewinnung eine entsprechende Rolle einnehmen können. "Rohstoffe sind die Voraussetzung für Innovationen und damit für eine industrielle Basis. Wir brauchen die politischen Voraussetzungen, damit eine innovative, ressourceneffiziente und ökologische Produktion möglich ist. Denn sie ist Voraussetzung für eine wohlhabende und sozial stabile Gesellschaft", so IV-Vizepräsident Peter Untersperger.

Rohstoffenquete 2013: Fortführung von EUMICON in Leoben

Führende Vertreter der nationalen und europäischen Rohstoffindustrie, der Politik und der Europäischen Union diskutierten heute im Rahmen der von Wirtschaftsministerium und EUMICON durchgeführten Enquete über den Aktionsplan der EU und die Herausforderungen einer sicheren Versorgung des Kontinents mit mineralischen Rohstoffen. Neben Sektionschef Christian Schönbauer (BMWFJ), IV-Vizepräsident Peter Untersperger, EUMICON-Präsident Franz Friesenbichler, gab Flor Diaz Pulido (Europäische Kommission, DG Enterprise und Industry) einen Überblick über die Europäische Innovationspartnerschaft für Rohstoffe. Weitere Key Notes und Statements kamen u.a. von Corina Hebestreit (Euromines), Ursula Huber-Wilhelm (Forum Rohstoffe), Ulrika Wedberg (Vorstandsvorsitzende WOLFRAM Bergbau- und Hütten AG), Kurt Bernegger (Bernegger GmbH), Vizerektor Peter Moser (Montanuniversität Leoben), Alexander Bouvier (Treibacher Industrie AG). "Was wir vor einem Jahr mit über 1.000 Teilnehmern bei der Rohstoffkonferenz in Leoben begonnen haben -einen substanziellen Diskurs über Handlungsnotwendigkeiten und Zukunftsperspektiven der europäischen Rohstoffindustrie zu initiieren - führen wir nun mit der Enquete fort. Das Ziel ist klar, Europa bis 2020 zum globalen Innovationsführer im Bereich Rohstoffe zu machen", so Friesenbichler abschließend.

Die Enquete wurde in Kooperation mit dem Fachverband Bergbau-Stahl, dem Fachverband Steine-Keramik, der Industriellenvereinigung und der Montanuniversität Leoben durchgeführt.

Über EUMICON

"EUMICON" (European Mineral Resources Confederation) versteht sich als Schnittpunkt der internationalen Rohstoffbranche hinsichtlich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Der Verband wurde als Wissens-und Informationsplattform der Mineralrohstoffwirtschaft ins Leben gerufen. Im Fokus stehen dabei die Gewinnung, Aufbereitung und das Recycling mineralischer Rohstoffe. Neben fundierter Meinungs- und Bewusstseinsbildung u.a. mittels Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen werden konkrete Lösungssätze erarbeitet und der Austausch von Wissen forciert.

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Generalsekretär EUMICON
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