Wiener Stadtregierung ignoriert Bevölkerung erneut

Bürgerinitiative fordert Aufklärung - Müllplatz oder U-Bahn?

Wien (OTS) - Gerücht oder Fakt? Wird in Auhof nun ein Müllplatz statt der lang geforderten U-Bahnstation gebaut? Bisher gab es aus dem Rathaus zum Gerücht Müllplatz ein Dementi. Jedoch ist nun eine Bauausschreibung für die Errichtung eines Müllplatzes in Auhof aufgetaucht. Hinter dem Rücken der Wiener Bevölkerung plant die Stadtregierung abermals ein Projekt, worüber die Anrainer nicht informiert werden. Außerdem ignoriert die Regierung mit diesem Projekt auch eine langjährige Forderung, denn mit dem Bau eines Müllplatzes wäre eine U4-Verlängerung nach Purkersdorf über Auhof Geschichte.

Dominic Runge, Sprecher & Mitbegründer der Bürgerinitiative zur U4-Verlängerung nach Auhof & Purkersdorf ist entsetzt: "Dieses Vorhaben der Stadtregierung erinnert an die neue Mariahilfer Straße, wo die Bevölkerung in den Umbau nicht miteinbezogen wurde. Dasselbe Szenario spielt sich nun auch in Auhof ab: Man plant einen Müllplatz, aber niemand erfährt was davon. Nicht einmal die verantwortliche Bezirksvorsteherin wusste von den Plänen offiziell Bescheid. Und plötzlich liest man im Amtsblatt der Stadt Wien eine Bauausschreibung, die die Gerüchte bestätigen. So kann's nicht gehen!".

Der Müllplatz soll in Auhof errichtet werden, wo eigentlich der ideale Platz für eine U-Bahn Station wäre. Doch eine Verlängerung der U-Bahnlinie U4 interessiert die Stadt Wien im Moment nicht. Die langjährige Forderung der Bürgerinnen und Bürger wird - zumindest aktuell - nicht erhört.

Würde man die U4 über Auhof nach Purkersdorf verlängern, hätte das gleich mehrere Vorteile. Einerseits würde der öffentliche Verkehr im Westen verbessert werden. Bisher erreicht man beispielsweise das Auhofcenter bloß mit dem Bus - wobei der Bus nur zu bestimmten Uhrzeiten fährt und man durchaus mit längeren Wartezeiten rechnen muss. Für eine bessere Frequentierung sowie Erreichbarkeit und eine bequemere Fahrt würde die U4-Verlängerung nach Purkersdorf über Auhof sorgen. Zum anderen würde eine Verlängerung der U4 für eine Entlastung des Verkehrs sowie der Parkplatzsituation sorgen. Die Probleme des täglichen Staus im Wiental sowie der vollen "Park & Ride"-Garage in Hütteldorf wären dank einer U-Bahnstation und einer weiteren "Park & Ride"-Anlage in Auhof bzw. Purkersdorf gelöst. Autopendler könnten durch die U4-Verlängerung schon in Purkersdorf bzw. Aufhof auf die U-Bahn umsteigen und zum Arbeitsplatz bequem und umweltfreundlich reisen.

5.000 Facebook-Likes binnen weniger Tage

Ehrenamtlich engagierte SchülerInnen & StudentInnen aus Penzing & Umgebung gründeten vor drei Wochen eine Facebook-Fanpage zur U4-Verlängerung, welche binnen drei Tagen über 3.000 Likes erreichte. Aktuell sind es 5.200 und es werden täglich mehr.
"Diese Zahlen sprechen für sich. Neben dem überraschend rasant steigenden Erfolg auf Facebook konnten wir auch 700 Unterschriften sammeln. Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um Druck auf die Verantwortlichen der Stadtregierung ausüben zu können", so Runge, der sich optimistisch zeigt: "auch wenn unsere Forderung derzeit nur Zukunftsmusik ist, so nimmt die Zahl der Unterstützer täglich zu. Ich halte unser Vorhaben für realisierbar, hat sich doch auch Bürgermeister Michael Häupl vor längerer Zeit schon einmal dafür ausgesprochen."

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