Südbahn: Kärnten fordert von ÖBB bevölkerungsschützende Maßnahmen

LH Kaiser, LR Holub: Tunnelführung der Wörtherseestrecke Klagenfurt -Villach ist langfristiges Ziel - Attraktivierung und Lärmschutz müssen raschest erfolgen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Kärntner Landesregierung nimmt sich der von der Vorgängerregierung auf die lange Bank geschobenen Diskussion um die Zukunft der Wörthersee-Bahn-Trasse an. Mit fünf Forderungen an die ÖBB wollen Landeshauptmann Peter Kaiser und der zuständige Referent für den öffentlichen Verkehr, LR Rolf Holub, rechtzeitig Maßnahmen setzen, um die Bevölkerung vor unzumutbaren Lärmbelästigungen zu schützen. Langfristig sei eine Tunnelführung der Wörthersee-Trasse umzusetzen.

"Wir müssen jetzt die Weichen stellen. Durch den Ausbau des Koralmtunnels und die unbedingt notwendige stärke Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene wird es zu einem intensiveren Bahnverkehr kommen. Um die Bevölkerung bestmöglich vor den Auswirkungen, insbesondere vor einer weiter zunehmenden Lärmbelastung, zu schützen, ist die ÖBB gefordert entsprechende Maßnahmen zu setzen", bekräftigen heute, Donnerstag, Kaiser und Holub unisono.

Gemeinsam fordern sie im Vorfeld der am Montag stattfindenden "Wörtherseekonferenz" die Bundesregierung auf, die Wörtherseetrasse sowie den Knoten Villach in die Rahmen- bzw. Zielplanung 2015 bis 2040 der ÖBB aufzunehmen. Das sei die Voraussetzung dafür, dass weitere Maßnahmen zur Attraktivierung dieser Strecke sowie entsprechende Lärmschutzmaßnahmen geplant und realisiert werden können.

Konkret fordern Kaiser und Holub dass- die Bahnhöfe Krumpendorf, Pörtschach und Velden barrierefrei ausgebaut werden, die gefährlichen niveaugleichen Eisenbahnkreuzungen in diesem Streckenabschnitt aufgelassen, und durch Über- oder Unterführungen ersetzt werden, bereits begonnene Lärmschutzmaßnahmen ausgebaut und zusätzliche Lärmschutzwände errichtet werden, mit regelmäßigem Schienenschleifen der vor allem vom Güterverkehr ausgehenden Lärm weiter eingedämmt wird und geprüft wird, inwieweit eine Geschwindigkeitsreduktion in den Nachtstunden das Lärmaufkommen verringert.

"Langfristiges ist die Errichtung der Tunnelkette zwischen Klagenfurt und Villach anzustreben. Hier gibt es bereits einen Lösungsvorschlag, dem alle 52 Bürgerinitiativen zugestimmt haben", teilten Kaiser und Holub mit.
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