AKS/SJ/VSStÖ Wien: Rechtes Vernetzungstreffen hochgefährlich!

Wien wird wieder einmal zum Treffpunkt der europäischen Rechten - Rote Jugendorganisationen plädieren für Abkehr vom europäischen Spar-Suizidkurs

Wien (OTS) - Heute trifft sich in Wien unter Federführung der FPÖ das Who is Who der Rechtsextremen Europas. Im Hinblick auf die Europawahlen werden erste Sondierungsgespräche geführt, um eine Koalition der radikalen rechten Kräfte zu schmieden.

"Neue rechte Konzepte wie der Ethnopluralismus enthalten die gleiche menschenverachtende Ideologie, wie sie auch von traditionellen rechtsextremen Gruppierungen vertreten wird. Die europäische Rechte inszeniert bei Treffen wie diesen altbekannten widerwärtigen Fremdenhass in neuem Gewand", stellt Marina Hanke Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, fest. Auch Nicole Garfias, Vorsitzende des Verbands sozialistischer Student_innen Wien, verurteilt dieses Vernetzungstreffen der RechtsextremistInnen scharf: "Wenn ein Geert Wilders, der den Koran mit Hitler-Werken vergleicht, eine antisemitische Front National, oder die Schwedendemokraten, deren Spitzenvertreter letztes Jahr mit Eisenrohren bewaffnet durch die Stockholmer Innenstadt zogen, mit der FPÖ Vernetzungstreffen abhalten, ist das nicht normales tagespolitisches Geschäft, sondern hochgefährlich" Manuel Maluenda, Vorsitzender der Aktion kritischer Schüler_innen Wien, führt weiter aus: "Heutzutage wird von Kultur statt Rasse gesprochen, das Konzept ist aber dasselbe. PolitikerInnen wie Marine Le Pen, Geert Wilders und Filip Dewinter vertreten, genauso wie Strache, alle die gleichen menschenverachtenden Ideen. Man darf nicht einfach zuschauen, wie sich europaweit Rechte wieder organisieren und durch die Straßen marschieren. Auch dieses Treffen heute lehnen wir entschieden ab"

Klar muss laut den roten JugendvertreterInnen allerdings auch sein, dass "es endlich eine Wende im europäischen Krisen-Katastrophenmanagement" geben muss, will man "den Rechtsextremen durch Kaputtsparen, Massenarbeitslosigkeit und Depression" nicht weiter "Zündstoff für ihre rassistische Spaltung der Gesellschaft" geben. Um auf das rechte Netzwerktreffen aufmerksam zu machen, veranstalteten die roten Jugendorganisationen heute eine Medienaktion vor dem Haus der Europäischen Union, wo sie klarmachten:
"Europa nicht den Rechten überlassen - Kein Fußbreit dem Faschismus!"

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