BUNDESJUGENDVERTRETUNG: Sparen auf Kosten der Jugend geht weiter!

Die BJV sieht die Rücknahme der Familienbeihilfen-Anpassung als massiven Vertrauensbruch und schlechtes Vorzeichen für die Jugendpolitik der künftigen Regierung!

Wien (OTS) - Empört reagiert die Bundesjugendvertretung (BJV) auf die Ankündigungen von SPÖ und ÖVP, dass die versprochene Anpassung der Familienbeihilfe nun wieder zurückgenommen werde: "Die Anpassung, die ohnehin schon Jahre zu spät kommt, wird jetzt wieder auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Junge Menschen werden durch diese Kehrtwendung völlig vor den Kopf gestoßen", so die Kritik von Johanna Tradinik, Vorsitzende der BJV.
Die Vorsitzende zeigt die Dringlichkeit auf, die realen Kürzungen bei der Familienbeihilfe endlich zu stoppen: "Seit 2001 wurde die Familienbeihilfe nicht mehr an die Inflation angepasst. Durch den realen Wertverlust entgehen BezieherInnen dadurch rund 500 Euro im Jahr. Zusätzlich wurde die Altersgrenze auf 24 Jahre herabgesetzt. Junge Menschen, die diese Unterstützung dringend brauchen, sind somit vor große finanzielle Herausforderungen gestellt."

Falsche Wahlversprechen

Für die BJV ist es beschämend, dass die Regierung vor der Wahl mit anderen Budgetzahlen an die Öffentlichkeit ging, als offenbar vorlagen, und Wahlversprechen abgab, die nicht haltbar sind. "Die Erkenntnis, dass man sich die längst fällige Anpassung der Familienbeihilfe nicht leisten kann, kommt für uns reichlich spät und ist eine Farce", zeigt sich Tradinik empört.
Die BJV appelliert an die Regierungsparteien, nicht am falschen Platz zu sparen. "Investitionen in Jugendbereiche sind Investitionen in die Zukunft, die sich langfristig auszahlen. Hier zu sparen steht für kurzsichtige Politik, die Perspektiven verbaut", betont Tradinik.

Kürzungen in vielen Jugendbereichen

Auch in anderen Jugendbereichen ist schon seit Jahren eine finanzielle Anpassung ausständig. "Es gibt finanzielle Einbußen bei Beihilfen für Lehrlinge oder den Tagsätzen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Bei den Förderungen für Jugendorganisationen müssen wir mittlerweile einen realen Verlust von 25 Prozent verzeichnen, das entspricht einem durchschnittlichen Wegfall von 20.000 Euro pro Organisation allein im Jahr 2013. Wertschätzung für die vielfältige Kinder- und Jugendarbeit sieht anders aus", so Tradinik.

Massiver Vertrauensverlust

Abschließend weist die Vorsitzende auf den Vertrauensverlust hin, den die Politik mit ihrer aktuellen Kehrtwendung verursacht:
"Wir finden es beschämend, dass junge Menschen den Äußerungen von PolitikerInnen offenbar nicht trauen können. Wenn die selbsternannte "Koalition im neuen Stil" so eingeleitet wird, verheißt das nichts Gutes für die Jugendpolitik der nächsten Jahre!"

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