ÖH: Studierende an den Hochschulen lassen sich nicht länger unterdrücken!

ÖH fordert mehr Rechte zur Mitbestimmung in der Lehre

Wien (OTS) - Anlässlich des International Students Day am 17. November forderte die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) bereits heute die Rechte der Studierenden ein. Mundtot gemachte Studierende entledigten sich symbolisch ihrer Fesseln in einer kurzen Persiflage einer typischen Hörsaalsituation, bei welcher ihr fehlendes Mitspracherecht zum Ausdruck kommt. Mit Nachdruck weisen die Studierenden auf ihre Forderungen hin:

  • Studierende müssen zukünftig mit einem Drittel der Mitglieder in Senaten und Studienkommissionen vertreten sein!
  • Studienpläne müssen flexibilisiert werden. Ein Sechstel der Lehrveranstaltungen müssen zukünftig freie Wahlfächer sein!
  • Student-centered learning muss als Lehr- und Lernmethode an allen Hochschulen umgesetzt werden

"Zur Zeit sieht es an vielen Hochschulen aber noch ganz anders aus. Viele Studienpläne erlauben kaum Flexibilität, veraltete Frontalvorträge stehen noch immer an der Tagesordnung und die Vertreter_innen der Studierenden werden in den Gremien ignoriert und haben nur sehr wenig Stimmgewicht", analysierte Julia Freidl vom Vorsitzteam im Zuge der Aktion. So gaben 2012 bei einer SORA Studie 59% der österreichischen Studierenden an, dass sie bei Prüfungen wenig oder gar kein langfristiges Wissen aufbauen und bei 47% der Studierenden wird in den Lehrveranstaltungen nicht das Interesse geweckt, sich zusätzlich im Thema zu vertiefen.

Echtes Student Centered learning bedeutet daher für die ÖH:
Bedürfnisse und Interesse der Studierenden müssen im Zentrum stehen und gleichzeitig die Individualität jeder_jedes Einzelnen berücksichtigt werden. Außerdem muss Lehre diversitätsgerecht in Inhalt und Didaktik sein. Eine Flexibilisierung der Studienpläne erfordert mindestens ein Sechstel der Gesamt-ECTS als freie Wahlfächer, bei einem Bachelorstudium wären das 30 ECTS-Punkte.

Dies soll unter Anderem auch durch stärkere Mitgestaltung der Studierenden bei der Curriculagestaltung geschehen . "Wir sehen Universitäten als Orte der Demokratie", betont Freidl die Forderung. Studierende müssen daher als größte Gruppe der Universitätsangehörigen zukünftig ein Drittel aller Kommissionsmitglieder ausmachen. "Nur so können Universitäten zukünftig auch ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag nachkommen", gibt Freidl abschließend zu bedenken.

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