Gymnasium: Schülerunion für Erhalt des differenzierten Schulsystems

Gegen Aufnahmeprüfungen für Zehnjährige

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, startet die dritte Runde der Koalitionsverhandlungen im Bildungsbereich. Die Schülerunion appelliert an die Verhandlungsführer Wilfried Haslauer und Gabriele Heinisch-Hosek: Die Grundstruktur der Gymnasien erhalten, die AHS-Langform weiterführen und die Aufnahme nicht von einer einzigen Prüfung abhängen lassen!

"Als Schülerunion stehen wir hinter der Langform der Gymnasien. Es ist sinnvoll, dass Lehrer die Chance haben, Schüler acht Jahre lang durchgehend zu begleiten und auf ihre individuellen Stärken und Schwächen eingehen können. Es muss für die Schüler die Wahlmöglichkeit bestehen, auch eine AHS-Langform zu besuchen", sagt Bundesobmann Thomas Gaar.

Die Schülerunion ist aber klar gegen eigene Aufnahmeprüfungen als Kriterium für die Aufnahme in eine AHS-Unterstufe und schlägt vor, ab dem Kindergarten ein Talente-Portfolio über die Entwicklung des Schülers zu führen. Das Portfolio soll in der Volksschule und in den beiden Sekundarstufen weitergeführt werden und in weiterer Folge als Kriterium für den Bildungsweg herangezogen werden.

"Es kann nicht sein, dass Schüler mit zehn Jahren zu einem einzigen Test gebeten werden, der über die zukünftigen acht Jahre entscheidet. Einige Fertigkeiten entwickeln sich erst mit der Pubertät. Mit dem Portfolio kann die Entwicklung eines Schülers über längere Zeit verfolgt werden", so Gaar.

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 28 von 29 Mandaten stellt.

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