Leichtfried: Pläne Maltas zum Verkauf von Staatsbürgerschaften sind Zynismus

Reiche dürfen bei Staatsbürgerschaft nicht bevorzugt werden

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-EU-Abgeordnete Jörg Leichtfried zeigt sich von den Plänen Maltas, die EU-Staatsbürgerschaft um 650.000 Euro verkaufen zu wollen, entsetzt: "Im Mittelmeer ertrinken hunderte von Flüchtlingen, die aus Verzweiflung über die schrecklichen Bedingungen in ihren Heimatländern die gefährliche Reise angetreten haben. Jene, die es nach Europa geschafft haben, haben kaum Chancen auf Asyl und müssen wieder zurückkehren. Reichen Menschen soll es aber nun ermöglicht werden, sich in Europa einzukaufen. Das ist Zynismus." ****

Auch wenn die Budgetsituation angespannt sei, müsse Malta andere Wege finden, um zu mehr Einnahmen zu kommen, sagt Leichtfried. "Wenn mehrere Länder dem Beispiel Maltas folgen, dann wird möglicherweise anderen zugewanderten Personen, die bereits jahrelang in Europa leben und sich bestens integriert haben, der Zugang zur Staatsbürgerschaft verwehrt", betont der Europaabgeordnete. Nicht verständlich ist für Leichtfried die Aufregung von FPÖ-Generalsekretär Vilimsky, er solle sich doch an die "Part-of-the-game-Affäre" seines früheren Parteikollegen Uwe Scheuch erinnern. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001