AK Wien Vollversammlung Kaske: Arbeitslosigkeit bekämpfen, Bildungschancen erhöhen, Mieten begrenzen (1)

AK Präsident warnt vor Kaputtsparen der Wirtschaft und besteht auf Steuerentlastung für die ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS) - "Die Hauptsorge der Menschen ist, dass sie einen Arbeitsplatz haben und gute Arbeit, von der sie leben können", sagte AK Präsident Rudi Kaske zur Eröffnung der 161. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien. Große Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen sieht Kaske im Ausbau der Altenpflege sowie im Ausbau guter Kinderbetreuung. Eng verknüpft mit mehr guter Beschäftigung ist die Verbesserung von Bildungschancen für alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft. Kaske forderte den Ausbau der gemeinsamen Schule und der ganztägigen Betreuung. Kaske forderte mehr geförderten Wohnbau aber auch klare Begrenzung der Zuschläge bei Mieten im privaten Wohnbau. Österreich sei anders als andere europäische Länder ohne "Kaputtsparen" gut durch die Krise gekommen. "Das ist auch in Zukunft der richtige Weg", sagte Kaske mit Blick auf die aktuelle Budgetdebatte. Der AK Präsident forderte mehr Steuergerechtigkeit mit vermögensbezogenen Steuern, den entschiedenen Kampf gegen Steuerbetrug und gegen europaweite Steuerschlupflöcher für Großkonzerne sowie die versprochene Steuerentlastung für die Beschäftigten. "Wir wollen, dass den Menschen mehr netto im Börsel bleibt", so Kaske.

Der AK Präsident warnte vor weiterer unseriöser Panikmache beim staatlichen Pensionssystem. "Erst reiten angebliche Experten aus, um unser Pensionssystem kaputtzureden. Dann trommelt die Versicherungswirtschaft flächendeckend, wie wichtig die private Vorsorge ist. "Wir dürfen uns unser Pensionssystem nicht kaputtsparen lassen" appellierte Kaske. "Das staatliche Pensionssystem ist das beste, dass es gibt. Gerade in der Finanzkrise seit 2008 hat sich gezeigt, auf welch wackligen Beinen die Privatvorsorge steht", so Kaske. Entscheidend ist für Kaske bei der Sicherung der Pensionen, das es mehr gute und alternsgerechte Arbeitsplätze für die Generation 50 plus gibt. Hier seien die Unternehmen gefragt: Viele betreiben einen "Jugendkult" und beschäftigen gar keine älteren Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen", kritisierte Kaske. Um etwa älteren Beschäftigten mehr Chancen am Arbeitsmarkt zu bieten, forderte Kaske ein Bonus-Malus-System, das Betriebe, die ältere Menschen beschäftigen, fördert. Im Gegenzug müssten Betriebe, die das nicht tun, einen Malus in das System einzahlen.

Mit Blick auf die bevorstehenden AK Wahlen im März 2014 verwies der AK Präsident auf die bisherige gute und faire Zusammenarbeit der Fraktionen und fordert zum fairen Umgang miteinander auf. Arbeit, leistbares Wohnen, Pensionen und Chancen für die Jugend seien die großen Herausforderungen der Zukunft. "Zeigen wir im Wahlkampf unsere unterschiedlichen Zugänge zu diesen Themen auf. Führen wir eine inhaltliche Debatte, aber bleiben wir fair", rief er den Kammerräten der Vollversammlung zu.

(Forts.)

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