Mythos JFK: ORF-Programmschwerpunkt zum 50. Jahrestag des Attentats auf den 35. US-Präsidenten

Zahlreiche Dokumentationen in ORF 2, ORF III und 3sat; Radio-Features, Zeitzeugeninterviews u. v. m. in Ö1

Wien (OTS) - Am 22. November jährt sich das Attentat auf den 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, zum 50. Mal. Aus diesem Anlass präsentiert der ORF einen umfassenden Programmschwerpunkt in all seinen Medien. Das ORF-Fernsehen zeigt insgesamt sieben themenaffine Dokumentationen, darunter in ORF 2 die "Universum History"-Produktionen "Der Fluch des FBI" (15. November), und "Der Tag, an dem Kennedy starb" (22. November) sowie den "dok.film" "Die Kennedys - Das Ende der Unschuld" (17. November). ORF III präsentiert ab 16. November gleich drei "zeitgeschichte"-Samstage zum Thema JFK, in deren Vordergrund die dreiteilige Dokumentation "JFK - Hintergründe einer Präsidentschaft" steht. Auch das Kulturradio Ö1 widmet dem Gedenken an JFK zahlreiche Sendungen, darunter ein "Leporello" mit einem Interview des Autors Christian Blees, seines Zeichens Journalist und JFK-Experte (19. November), sowie ein "Hörbilder Spezial" (23. November) mit dem Titel "Mythos Kennedy - Vom Leben und Sterben des John F. Kennedy". Zahlreiche TV-Sendungen des Programmschwerpunkts werden auch auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Livestream und sieben Tage nach der Ausstrahlung als Video-on-Demand bereitgestellt.

Alle Sendungen im Überblick:

"Mythos JFK" in ORF 2, ORF III und 3sat:

"Kennedy und die Frauen" (Freitag, 15. November, 17.45 Uhr, 3sat) John F. Kennedy, einer der charismatischsten Präsidenten der USA, war auch ein berühmt-berüchtigter Frauenheld. Einige seiner außerehelichen Beziehungen waren aber, wie verfügbare Dokumente des FBI beweisen, am Höhepunkt des Kalten Krieges eine Gefahr für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten und hätten ihn beinahe sein Amt gekostet. Über Frauen, die man ihm zuführte, versuchte die Mafia Einfluss auf den Präsidenten zu nehmen und auch der Tod von Marilyn Monroe wird in Zusammenhang mit ihrer Affäre, die sie mit Kennedy hatte, gebracht. Das Bild des glanzvoll, strahlenden Helden, das die Öffentlichkeit nach seiner Ermordung in Dallas im Gedächtnis behalten hatte, steht im merkwürdigen Kontrast zum Verhalten des Präsidenten in Bezug auf Frauen. Eine Dokumentation von Harvey Lilley.

"Universum History: Der Fluch des FBI" (Freitag, 15. November, 22.40 Uhr, ORF 2; Montag, 18. November, 16.45 Uhr, ORF III)
Hatte der Mord an JFK einen politischen Hintergrund? Hatte das FBI seine Finger im Spiel? Standen vielleicht ganz persönliche Motive hinter den Ereignissen am 22. November 1963? Seit 50 Jahren halten sich neben der offiziellen Version auch mysteriöse Verschwörungstheorien. Fakt ist: JFK und der Kennedy-Clan hatten einen politischen Gegner, der mächtiger kaum vorstellbar ist: J. Edgar Hoover, den langjährigen Chef des FBI. Als Herr über ein Polizei-Imperium zog der konservative Südstaatler Hoover seine Fäden in der amerikanischen Politik. Durch seine Spitzel war er über Eskapaden und Intrigen, Amouren und Affären aller Prominenten bestens informiert - auch über die Kennedys, die nicht nur politisch seine Gegner waren. Der Film von Marc Dugain erzählt die Geschichte eines sehr persönlichen Machtkampfs, der mit allen Mitteln geführt wurde, und liefert geheime Einblicke in die Schattenwelt der US-Politik.

"JFK - Hintergründe einer Präsidentschaft": Teil 1 - Samstag, 16. November, 21.40 Uhr, ORF III Teil 2 - Samstag, 23. November, 21.35 Uhr, ORF III Teil 3 - Samstag, 30. November, 21.45 Uhr, ORF III

JFK, wie er von vielen genannt wurde, war in vielerlei Hinsicht ein Pionier. Als er 1961 ins Weiße Haus einzog, war er der bis dahin jüngste gewählte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. John F. Kennedy, der als politischer Erneuerer galt, wurde von vielen wie ein Popstar verehrt. Als er 1963 in Dallas Opfer eines Attentats wurde, trauerten Millionen Menschen weltweit um den toten Präsidenten. Die Dokumentation von David C. Tayler begibt sich auf Spuren JFKs und verfolgt die Schlüsselmomente seines Lebens und seiner Karriere. Der Film zeigt aber auch, dass der beliebteste Präsident der USA nicht nur der strahlende Held war, den viele in ihm sahen. Familienmitglieder, Geschäftspartner und Historiker geben einen persönlichen und aufschlussreichen Einblick in sein Leben.

"dok.film: Die Kennedys - Das Ende der Unschuld" (Sonntag, 17. November, 23.05 Uhr, ORF 2)
Wie wird ein Kind von seiner Familie geprägt? Was bleibt von all den Herausforderungen, Zielen und Pflichten? Zumal wenn die Familie Kennedy heißt, der Clan, der Amerika und die ganze Welt in Atem hielt. Caroline, Robert, Christoph, Maria, Johannes und David-John waren alle zwischen sieben und elf Jahre alt, als Präsident John F. Kennedy ermordet wurde, und zwischen dreizehn und siebzehn, als dessen Bruder Bobby Kennedy erschossen wurde. Sie wuchsen auf als reicher Leute Kinder, lernten aber auch die Treulosigkeit der Erwachsenen kennen, erfuhren von den Liebesaffären des Präsidenten und spürten die Bedrohungen, die über ihre Familie hingen. Intimes Archivmaterial und offizielle Aufnahmen vermitteln ein komplexes Bild des Kennedy-Clans. Betrachtet durch die Augen eines Kindes erschließt sich eine Familiengeschichte voller Zweifel und Fragen. Die Dokumentation von Patrick Jeudy bringt viel Licht ins Dunkel einer der mächtigsten Familien des 20. Jahrhunderts.

"Legenden: John F. Kennedy" (Freitag, 22. November, 20.15 Uhr, 3sat) Filmemacherin Ulrike Brincker erzählt in "Legenden: John F. Kennedy" vom Leben des populären Politikers, dessen gewaltsamer Tod einen Mythos schuf. Die außenpolitische Schlappe bei der Invasion Kubas, seine Verbindungen zur Mafia, seine politischen Intrigen, privaten und politischen Obsessionen wären normalerweise ausreichend, um mehr als einen Präsidenten zu Fall zu bringen. Aber am Image dieser Legende konnte man nicht kratzen, denn Kennedy war eine Glamour-Figur, wie sie in der Politik selten vorkommt.

"Universum History: Der Tag, an dem Kennedy starb" (Freitag, 22. November, 22.40 Uhr, ORF 2; Montag, 25. November, 17.25 Uhr, ORF III) Es war ein Tag, der die Welt schockierte: Der 22. November 1963. Der populäre US-Präsident John F. Kennedy ist auf einer Vorwahl-Tournee in der texanischen Hauptstadt Dallas, wo er Opfer eines Attentats wird. In seiner offenen Limousine - vollkommen ungeschützt - wird er an der Seite seiner Frau Jackie um 12.30 Uhr von zwei Gewehrprojektilen tödlich getroffen. Wenig später kann sein Stellvertreter Lyndon B. Johnson nur mehr den Tod des 35. US-Präsidenten verkünden. Tatverdächtig ist Lee Harvey Oswald, der verhaftet und zwei Tage später selbst von einem Nachtclubbesitzer ermordet wird. Der plötzliche Tod des beliebten Präsidenten inmitten eines Konvois mit Hunderten Augenzeugen ist so unglaublich, dass es bis heute Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs gibt. Mithilfe von Augenzeugen, wie dem Leibwächter des Präsidenten, einem Reporter und Passanten, die den Mord aus nächster Nähe mitverfolgten, rekonstruiert diese Dokumentation von Leslie Woodhood noch einmal genau den Tag, an dem Kennedy starb.

"Das Attentat auf Kennedy - Der Tag danach" (Samstag, 23. November, 22.40 Uhr, ORF III)
Nach dem Attentat auf John F. Kennedy wurde sein Vize Lyndon B. Johnson zum Präsidenten der USA. Die Dokumentation von Anthony Giacchino liefert einen Blick auf die Hintergründe des 22. November 1963, zeigt den Ausnahmezustand nach den schockierenden Ereignissen in Dallas und erzählt von der Unsicherheit der Bevölkerung sowie den dramatischen Umständen in denen Johnson sein Amt übernahm. Von neuen Details über den Tod JFKs bis zur Wahrheit über das Foto Johnsons, das ihn beim Ablegen des Präsidentschafts-Eids zeigt, wird hier die Geschichte des ersten Tages nach dem Attentat erzählt. Ein Datum das die Welt veränderte.

Mythos JFK in Radio Ö1:

Am Sonntag, dem 17. November 2013, eröffnet das Ö1-Reisemagazin "Ambiente" (10.05 Uhr) mit "Erinnerungen an Dealey Plaza - eine zeitgeschichtliche Reise nach Dallas" den John F. Kennedy-Schwerpunkt von Ö1: Die Dealey Plaza ist ein Platz in Dallas, Texas, der am 22. November 1963 traurige Berühmtheit erlangte: US-Präsident John F. Kennedy fiel dort auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt einem Attentat zum Opfer. Aus dem sechsten Stockwerk des Texas School Book Depository, wie das ehemalige Lager- und Bürogebäude im Stadtzentrum genannt wurde, sollen die tödlichen Schüsse abgegeben worden sein. Viele Theorien ranken sich seither um die Ermordung von John F. Kennedy. Die oberen zwei Etagen des Backsteingebäudes beherbergen seit 1989 das so genannte "Sixth Floor Museum", eine Dokumentationsstelle, die die Geschehnisse der Kennedy-Ermordung anhand von Original-Exponaten und Texten aufarbeitet. (Wh. am 19. November, 16.00 Uhr).

Selbst Jahrzehnte nach Kennedys Tod wuchern die Spekulationen, wer denn nun "wirklich" hinter dem Attentat gesteckt haben könnte: Die Mafia, die CIA - oder sogar Kennedys Nachfolger im Amt des Präsidenten, Lyndon B. Johnson? Durch Zufall stößt der Berliner Journalist Christian Blees im Herbst 2002 bei Arbeiten an einem Buch auf ein mysteriöses Tonband mit abgehörten Telefonaten in englischer Sprache. Die Aufnahmen werfen plötzlich ein völlig neues Licht auf den Kennedy-Mord und setzen eine kriminalistische Recherche in Gang, die den Journalisten in Archive rund um den Globus verschlägt und ihn dabei Gespräche mit zahlreichen Experten führen lässt. Am Ende der fast einjährigen Recherche erhebt sich die Frage, ob dieses Kapitel der Weltgeschichte nicht völlig neu geschrieben werden muss. Am Dienstag, dem 19. November, ist "Der Kaiser von Dallas" von Christian Blees im "Hörspiel-Studio" (21.00 Uhr) zu hören. Mitwirkende sind u. a. Christian Berkel, Peter Groeger und Friedhelm Ptok, mit Stimmen von John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson, Willy Brandt, Hellmuth Karasek, Marylin Monroe und Hans-Dietrich Genscher. Regie führte Regine Ahrem (RBB/WDR 2003). Zur Einstimmung bringt am Morgen "Leporello" (7.52 Uhr) ein Interview mit dem Autor.

Beendet wird der Ö1-Schwerpunkt am Samstag, dem 23. November, mit "Hörbilder Spezial" (14.00 Uhr) mit dem Titel "Mythos Kennedy - Vom Leben und Sterben des John F. Kennedy": In seinem neuen Feature lässt Christian Blees u. a. drei Zeitzeugen zu Wort kommen. Mehr zum Programm von Ö1 ist unter oe1.orf.at abrufbar.

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