Philippinen: SOS-Kinderdorf Tacloban durch Taifun stark beschädigt, alle Kinder und Mitarbeiter sind wohlauf

SOS-Kinderdorf startet erste Hilfmaßnahmen in der Nachbarschaft

Innsbruck/Manila (OTS) - Auf seiner Spur der Verwüstung hat der Taifun "Haiyan" auch eines der acht SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen stark beschädigt. Glücklicherweise kamen laut ersten Informationen im betroffenen SOS-Kinderdorf Tacloban - und auch in allen anderen Kinderdörfern keine Kinder, Mütter und MitarbeiterInnen zu Schaden.

Bienvenido Delgado, Leiter von SOS-Kinderdorf auf den Philippinen, konnte mit Oscar Garol, Dorfleiter von SOS-Kinderdorf Tacloban telefonieren: "All the children and mothers are safe but the Children's Village was greatly damaged". Das Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht abschätzbar. Die Familien, die in den SOS-Gebäuden Schutz gesucht haben, seien in Sicherheit. Große Sorgen mache man sich jedoch um die von SOS-Kinderdorf unterstützten Familien, die in der Stadt Tacloban leben. Sie gehören zur ärmsten und notleidenden Bevölkerungsgruppe.

Auf der Facebook-Seite von SOS-Kinderdorf-Philippinen heißt es, dass Menschen, die in den SOS-Familienstärkungsprogrammen außerhalb der Kinderdörfer betreut werden, von der Katastrophe massiv betroffen sind - allerdings weiß noch niemand Genaueres, da Tacloban derzeit von der Außenwelt abgeschnitten ist. Erste MitarbeiterInnen aus den verschont gebliebenen SOS-Kinderdörfern seien unterwegs nach Tacloban, um dort dringend nötige Hilfe zu leisten.

"Es gibt immer noch heftige Regenstürme, die Kinder und MitartbeiterInnen waren aber die ganze Zeit über in Sicherheit," berichtete der Dorfleiter aus Calbayog. Auch das SOS-Kinderdorf Cebu, über das Haiyan gestern hinwegfegte, meldete, dass die Familien und MitarbeiterInnen innerhalb des Kinderdorfes unbeschadet darauf warten, dass die sintflutartigen Regenmassen bald verebben. Etwa 33 Familien aus der Umgebung haben in Calbayog Zuflicht gefunden.

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1967 auf den Philippinen tätig. Derzeit werden rund 9.500 Kindern und jungen Menschen unterstützt und gefördert. In acht Kinderdörfern haben 850 Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause. Sieben SOS-Jugendeinrichtungen, zwei Berufsausbildungszentren, vier SOS-Kindergärten sowie zwölf Programme zur Familienstärkung ergänzen das Hilfsangebot. Eines von 20 Kindern auf den Philippinen ist verwaist oder verlassen. Schätzungen zufolge leben mindestens 250.000 Mädchen und Jungen auf der Straße. Der Grund dafür ist meist Armut, gepaart mit familiärer Gewalt.

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