ORF III am Montag: Themenabend im Zeichen der Arbeit

Außerdem: "Wiener Vorlesungen" über Umbenennungen von Straßennamen

Wien (OTS) - Im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Alltag steht der Doku-Abend in ORF III Kultur und Information am Montag, dem 11. November 2013. Um 20.15 Uhr beschäftigt sich die TV-Erstausstrahlung "Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" mit dem Phänomen, dass insbesondere im modernen digitalen Zeitalter für nichts mehr wirklich Zeit bleibt, was zunehmend Burn-out-Fälle evoziert. Die zweite Dokumentation setzt sich mit den katastrophalen Arbeitsbedingungen in Europas Fleischindustrie auseinander, gefolgt von einem Film über die Krise des Pensionssystems, das mehr und mehr an seine Grenzen stößt.

Die Dokumentarfilme im Detail

Im Hauptabend präsentiert ORF III um 20.15 Uhr die TV-Erstausstrahlung des Kinodokumentarfilms "Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" über die chronische Zeitnot, die so viele ins Burn-out treibt. Filmemacher und Journalist Florian Opitz fragt nach, wo die Zeit geblieben ist, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben. Opitz begegnet Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben, und solche, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben.

Um 21.55 Uhr folgt die Dokumentation "Lohnsklaven: Miese Jobs für billiges Fleisch", die die desolaten Arbeitsbedingungen von osteuropäischen Arbeitskräften in der mitteleuropäischen Fleischindustrie thematisiert. Stundenlöhne von fünf Euro brutto, ungeregelte Einsatzzeiten und Arbeit ohne Krankenversicherung sind keine Seltenheit im hart umkämpften Fleischmarkt.

"Arbeiten bis ins Grab?" fragt eine Dokumentation um 22.45 Uhr und wirft einen kritischen Blick in die Zukunft. Der demografische Wandel hat das sogenannte Umlageverfahren, nach dem die jeweils arbeitende Generation mit ihren Pensionsbeiträgen die gegenwärtigen Pensionsbezieher finanziert, an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Zusätzliche Probleme für die Finanzierung der Pensionskassen bringt der Niedriglohnsektor mit sich, so dass Staaten die Pensionszahlungen immer mehr aus Steuermitteln bezuschussen müssen.

"Wiener Vorlesungen" über Wiens Straßennamen

Um 23.40 Uhr lädt Hubert Christian Ehalt zu einer "Wiener Vorlesung" zum Thema "Straßennamen und Stadtidentität". Im Gespräch mit dem Leiter der Historikerkommission zu den Wiener Straßennamen, Zeitgeschichteprofessor Oliver Rathkolb, und der Kulturwissenschaftlerin Klara Löffler beleuchtet er die Hintergründe von Straßenumbenennungen wie beispielsweise jüngst die Debatte um den Dr.-Karl-Lueger-Ring in Wien.

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