Kinderhilfsorganisation World Vision erreicht zerstörte Gegenden auf den Philippinen

Bis zu 1.000 Todesopfer in der Stadt Tacloban - World Vision versorgt 1,2 Millionen Menschen mit dem Nötigsten wie Trinkwasser, Lebensmittel und Hygienesets

Wien (OTS) - "In der Region Capiz sind 90 Prozent aller Häuser zerstört. Strom, Wasserversorgung, Transportwesen - alles ist zusammengebrochen!", so Minnie Portales, Mitarbeiterin der Kinderhilfsorganisation World Vision auf den Philippinen.

Allein in den Inselgruppen Visayas und Luzon sind 25 Millionen Menschen von den Folgen des Super-Tainfuns betroffen. World Vision reagiert mit einem massiven Hilfseinsatz auf die Folgen des Taifuns.

World Vison Mitarbeiterin Mai Zamaro hat mit ihrem Team die Ortschaft Omoc City erreicht, etwa 2 Stunden von der 200.000 Einwohner-Stadt Tacloban entfernt. "Es ist schon dunkel hier, der Strom ist ausgefallen. Aber im Licht unserer Scheinwerfer sehen wir überall zerstörte Häuser. In der Luft hängt der Geruch von Schlamm und Vernichtung."

Auch in der Stadt selbst sind die Zerstörungen groß. Bewohner berichten, dass fast 80 Prozent aller Gebäude zerstört oder stark beschädigt sind. In den Straßen liegen Tote, die Regenfälle haben Erdrutsche verursacht. World-Vision-Mitarbeiter Gjeff Lamigo steht in Kontakt mit den Behörden in der Stadt: "Uns erreichen Berichte, dass die Zahl der Todesopfer hier ständig steigt. Wir rechnen mit bis zu 1.000 Toten allein in Tacloban."

Da viele abgelegene Gebiete erst langsam erreicht werden können, wird auch die landesweite Zahl weiter steigen, so die World-Vision-Mitarbeiter. Da viele Telefonleitungen unterbrochen sind und auch das Mobilfunknetz in manchen Gegenden ausgefallen ist, sei es derzeit schwierig, an verlässliche Informationen zu kommen.

Auch Mitarbeiter des Kinderhilfswerks selbst sind von den Folgen des Taifuns betroffen. Insgesamt arbeiten 600 Menschen für World Vision auf den Philippinen. 37 von ihnen haben ihre Häuser verloren, viele weitere haben keinen Kontakt mehr zu Verwandten in den Taifungebieten. Mitarbeiterin Grace Baloro: "Ich mache mir Sorgen um meine zwei Kinder, zu denen ich keinen Kontakt mehr habe." Und Erna Tupez, Mitarbeiterin in der Stadt Roxas: "Der Taifun hat unser Haus komplett zerstört. Wir leben jetzt bei Nachbarn. Mir bleibt nur, zu weinen."

World Vision ist seit 55 Jahren auf den Philippinen aktiv und sehr erfahren in der Bekämpfung von Katastrophen. Derzeit unterstützt das Hilfswerk zudem über 34.000 Kinder in den Projekten der langfristig angelegten Entwicklungszusammenarbeit.

World Vision bittet um SPENDEN für die Opfer des Taifuns:
World Vision Österreich
Erste Bank
Kto.-Nr 80080081800
BLZ: 20111
Kennwort: Philippinen

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Interview mit World Vision Mitarbeitern vor Ort:
-) Bis 10.11. 10:00 Uhr :Aaron Aspi +639167771958 Emergency Communications Specialist, WV Philippines (in Bohol)
-) Ab 10.11. 11:00 Uhr: Gjeff Lamigo +63 917 584 8212 Emergency Communicator

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