FP-Nepp: Quasi-Freispruch für Prügel-Rapper Sido ist ein fatales Signal an unsere Jugend!

Bei Gewaltdelikten ist für österreichische Justiz Generalprävention offenbar unbedeutend

Wien (OTS/fpd) - Bei jedem kleinen Vergehen bemüht die österreichische Justiz sonst die "generalpräventive Wirkung", die eine besonders harte Bestrafung rechtfertigen würde - nicht so bei Prügel-Rapper Sido, Juror einer ORF-Casting-Show. Er hatte auf offener Bühne Society-Reporter Dominik Heinzl niedergeschlagen. Ein Einzelfall? 2004 ist eine Schlägerei mit einem Berufskollegen dokumentiert. 2009 soll er eine gehbehinderte Frau mit Steinen beworfen haben. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 14.000 Euro eingestellt. Aktuell läuft in Berlin gegen Sido, der Künstlername steht laut Eigendefinition für "super-intelligentes Drogenopfer", ein weiteres Verfahren, weil er in einem Club einen Besucher mit einer Wodka-Flasche attackiert haben soll.

"Mir ist das völlig unverständlich, aber die österreichische Justiz hat ihn bezüglich des Gewaltdelikts in Wien quasi freigesprochen. Keine Geldbuße, keine gemeinnützige Arbeit - für Sido hatte der Angriff auf Heinzl keinerlei Konsequenz", zeigt sich Wiens FPÖ-Jugendsprecher LAbg. Dominik Nepp erschüttert, "die Botschaft, die von diesem Urteil ausgeht, ist, dass Gewalt toleriert wird. Ein fatales Signal an unsere Jugend!" Besonders bei Menschen, die wie der Sänger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und für manche Jugendlichen als Vorbilder dienen, müsse man strengere Maßstäbe anlegen. Nepp: "Da wird laufend beklagt, dass junge Menschen immer brutaler werden, aber darauf, ihnen ganz klar zu zeigen, dass unsere Gesellschaft Gewalt ahndet, wird verzichtet. In meinen Augen ist das unverantwortlich!" (Schluss)

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