"profil": Springer: Hartmanns Solidarisierung mit dem Billeteur Diaz "hat uns ein wirkliches Imageproblem gebracht"

Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer zeigt sich vom Vorstoß des Burg-Direktors "irritiert"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" verteidigt Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Georg Springer die hiesige Arbeit des in Verruf geratenen Security-Unternehmens G4S: "Die österreichische Niederlassung der G4S ist faktisch ein autonomes Unternehmen. Alle auf dem Tisch liegenden Anschuldigungen betreffen ausländische G4S-Sektionen." Die Zusammenarbeit mit dem privaten Dienstleister sei "höchst zufriedenstellend".

Burg-Chef Matthias Hartmann sieht das inzwischen anders. Auf Hartmanns aktuelle Würdigung des G4S öffentlich kritisierenden Burg-Billeteurs Christian Diaz reagiere Springer "irritiert", denn "diese plötzliche Solidarisierung mit Diaz hat uns jetzt ein wirkliches Imageproblem gebracht".

Springer selbst hatte unlängst behauptet, er besitze eine Unterschriftenliste, auf der "sämtliche Mitarbeiter des Publikumsdienstes" sich mit Christian Diaz entsolidarisiert hätten. Diese Liste existiert so nicht, wie Springer nun zugibt. Lediglich die Oberbilleteure seiner Häuser hatten den wohl von G4S-Angestellten verfassten Text unterschrieben. Zwar hätte auch Springer "lieber einen eigenen Publikumsdienst", aber den müsse man sich eben "leisten können", was er derzeit ausschließe. Es sei dennoch davon auszugehen, dass der G4S-Job auf Druck des Rechnungshofs demnächst neu ausgeschrieben werde, erklärt Springer.

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