"profil": Abschlussbericht in Betrugscausa G4S/Klagenfurt fertig

G4S soll Stadt Klagenfurt um 400.000 Euro geschädigt haben - Vordernberg-Ausschreibung war auf G4S zugeschnitten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, liegt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) der Abschlussbericht zu den langwierigen Betrugsermittlungen gegen G4S Österreich vor. Demnach soll der Sicherheitsdienstleister die Stadt Klagenfurt zwischen 2007 und 2011 um einen Betrag von rund 400.000 Euro geschädigt haben. Konkret geht es um Leistungen im Bereich der Parkraumüberwachung, die zwar verrechnet, so aber nicht erbracht worden sein sollen. Laut WKStA-Sprecher Erich Mayer richten sich die Verdachtsmomente gegen ein halbes Dutzend aktiver und ehemaliger G4S-Mitarbeiter, bereits im Juli waren die Ermittlungen auf das Unternehmen selbst (nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz) ausgedehnt worden. G4S-Chef Matthias Wechner wollte die Causa gegenüber "profil" mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren.

Wie "profil" weiters berichtet, wirft die vom Innenministerium verantwortete Vergabe zum Betrieb des neuen Schubhaftzentrums Vordernberg an G4S immer mehr Fragen auf. So war die Ausschreibung ganz offensichtlich auf den Anbieter zugeschnitten, der obendrein auch das einzige Angebot gelegt hatte. Den "profil" vorliegenden Ausschreibungsunterlagen zufolge musste der Betreiber zwei Kriterien erfüllen, die den Kreis der möglichen Bieter erheblich einschränkten:
"Der Referenznehmer muss als Generalunternehmer für zumindest (sic!) Bewachungs- und Betriebsführungsleistungen tätig gewesen sein. Es muss sich um eine Schubhaftvollzugseinrichtung oder ein Gefängnis im EWR-Raum für mind. 150 Inhaftierte handeln." Und: "Der Bieter muss einen durchschnittlichen Jahresumsatz von insgesamt mindestens EUR 20 Mio. aufweisen."

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