Bayr: Rechte von Minderheiten in der EU sicherstellen

Aktueller Bericht der EU Grundrechteagentur über Diskriminierung von Juden und Jüdinnen in acht EU Mitgliedsstaaten

Wien (OTS/SK) - Die heute veröffentlichten Zahlen im Bericht der EU Grundrechteagentur über Antisemitismus implizieren für SP-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr die Aufforderung tätig zu werden: "Neuer und alter Antisemitismus darf nicht unter den Teppich gekehrt werden. Diese Zahlen sind eine Mahnung nicht zu vergessen, gerade anlässlich der 75. Gedenkens an die Pogromnacht, in der das nationalsozialistische System mit aller Brutalität, aller Niedertracht und aller Verachtung der Menschenrechte gegen eine "andersgläubige" Minderheit vorging." ****

Der Bericht besagt, dass zwei Drittel aller Befragten der Meinung sind, Antisemitismus sei in den untersuchten EU-Ländern ein Problem. Im Durchschnitt orten drei Viertel aller Befragten eine Verschlimmerung der Lage. Befragt wurden Juden und Jüdinnen in acht EU-Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Ungarn und Italien.

"Vorurteile müssen abgebaut und die Rechte von Minderheiten bedingungslos geschützt werden", fordert Bayr und schlägt vor, in den Schulen verstärkt durch politische Bildung sowie Anti- Rassismus und Anti-Diskriminierungsarbeit anzusetzen. Es gelte bereits in der Schule eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu lehren. "Gegenseitiger Respekt basiert immer auf der Achtung der Würde und Rechte meiner Mitmenschen, ganz gleich welche Hautfarbe, Religion oder Herkunft sie haben. Die Einstellung ist vermittelbar", ist Bayr überzeugt, die einmal mehr fordert, dass es künftig wieder einen jährlichen Bericht über Rechtsextremismus in Österreich geben muss.

"Was den Schutz von Minderheiten betrifft, so müssen wir auch in Österreich wachsam sein, " stellt Bayr fest und kritisiert die Ansichten des neuen Abgeordnete des Team Stronach, Marcus Franz, der in einem Profil Interview forderte, dass Demonstrationen dort stattfinden sollten wo sie nicht weh täten und wo normale Bürger nicht wären. "Ein Grundrecht der Demokratie kann nicht an den Stadtrand oder den menschenleeren Raum verbannt werden. Diese Demokratieansichten verurteile ich auf das Schärfste", stellt Bayr fest.

Service: Download des Berichts:
http://fra.europa.eu/en/publication/2013/discrimination-and-hate-crim
e-against-jews-eu-member-states-experiences-and

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