AK Kaske: "Starker Einsatz für Rechte und faire Berufschancen von MigrantInnen"

AK Präsident würdigt 30 Jahre Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen

Wien (OTS) - Wer nach Österreich kommt, um hier zu arbeiten, bringt viele Kenntnisse und Fertigkeiten mit. Aber viele Menschen werden unter ihrer Qualifikation beschäftigt. "Ein ganz besonderer Verdienst des Beratungszentrums ist es, sich für die Anerkennung dieser Qualifikation einzusetzen", sagt AK Präsident Rudi Kaske anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Beratungszentrums für Migrantinnen und Migranten. Die AK fordert eine leichtere Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Ein wichtiger Schritt dorthin gelang Anfang des Jahres durch die Einrichtung oder Benennung zentraler Anlaufstellen für MigrantInnen. "Mit der Anerkennungs- und Weiterbildungsberatung und der Anlaufstelle für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen in der Ostregion Österreichs leistet das Beratungszentrum einen starken Einsatz für faire Berufschancen für MigrantInnen", so Kaske.

Das Beratungszentrum wurde vor 30 Jahren in den Räumlichkeiten des WUK von engagierten Kolleginnen und Kollegen gegründet. Im September 1983 gewährte der damalige Sozialminister Alfred Dallinger dem neu gegründeten (damals noch) "Verein zur Betreuung von Ausländern in Wien" eine Förderung in der Höhe von 500.000,- Schilling. Kaske:
"Damals war das die erste derartige arbeitsmarktpolitische Anlaufstelle für zugewanderte Menschen. Die Erfolge lassen sich sehen: Vor 30 Jahren hat das Beratungszentrum mit zwei MitarbeiterInnen gestartet, heute sind es über 40, die in 18 Sprachen MigrantInnen beraten."

Die AK fordert eine leichtere Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Ein wichtiger Schritt dorthin gelang Anfang des Jahres durch die Einrichtung oder Benennung zentraler Anlaufstellen für MigrantInnen. Für die Ostregion wurde dem Beratungszentrum diese Aufgabe übertragen. Wie wichtig die Arbeit des Beratungszentrums ist, zeigt eine AK Studie, wonach ein Drittel der Beschäftigten mit Migrationshintergrund unter ihrem Qualifikationsniveau arbeitet. Kaske: "Das ist drei Mal öfter als bei den Beschäftigten ohne Migrationshintergrund."

Der AK Präsident sieht auch für die Zukunft noch viel zu tun:
"Gemeinsam sind wir, AK, Gewerkschaften und NGOS - auch das Beratungszentrum ist hier mit an Bord - dabei, eine Anlaufstelle für undokumentierte ArbeitnehmerInnen zu schaffen, also für Personen, die ohne Berechtigung in Österreich arbeiten. Wer nicht arbeiten darf, ist Ausbeutung besonders ausgesetzt. Mit dem neuen Beratungsangebot soll dem entgegengewirkt werden."

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