"Kulturmontag" am 11. November: Robbies neues Album, Prochaskas "Sarajevo"-Film und der Kunstkrimi des Jahrhunderts

Außerdem: neue Doku "Macht.Markt.Kunst" und "Der Architekt" im "art.film"

Wien (OTS) - Die ganze Welt spricht derzeit über den Fall Gurlitt, einen der wohl spektakulärsten Kunstkrimis des Jahrhunderts: Der millionenschwere Münchner Raubkunstfund ist auch Thema der nächsten "Kulturmontag"-Ausgabe am 11. November 2013, durch die Martin Traxl ab 22.30 Uhr in ORF 2 führt. Außerdem beschäftigt sich das ORF-Kulturmagazin u. a. mit dem neuen, etwas anderen Album von Pop-Superstar Robbie Williams, der in einem sehr persönlichen Interview Einblicke in sein Innerstes gewährt. Und: Der österreichische Regisseur Andreas Prochaska, der nach Erfolgsproduktionen wie "In 3 Tagen bist tot", "Das Wunder von Kärnten" oder zuletzt "Spuren des Bösen" nun das ORF-Historiendrama "Sarajevo" inszeniert, ist zu Gast im Studio.

Im Anschluss an das Magazin steht um 23.30 Uhr die Premiere der neuen Doku "Macht.Markt.Kunst" von Hannes M. Schalle auf dem Programm von ORF 2, die den boomenden Markt der Gegenwartskunst hinterfragt. Antworten dazu geben u. a. Kunstmanagerin Agnes Husslein, Galerist Thaddaeus Ropac, die Museumsdirektoren Klaus Albrecht Schröder und Karl Heinz Essl, oder Künstler wie Erwin Wurm und Gottfried Helnwein. Der "art.film" um 0.20 Uhr präsentiert das Drama "Der Architekt" mit u. a. Josef Bierbichler, Matthias Schweighöfer und Sophie Rois.

Die Magazinthemen im Überblick:

Kunstkrimi Gurlitt: Wem gehören die 1.400 Meisterwerke - und gibt es noch mehr?

Es ist ein Millionenfund, den die deutschen Behörden ganz zufällig machten: Weil der betagte Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt mit knapp 10.000 Euro Bargeld von deutschen Zollfahndern im Zug angetroffen wurde, entdeckten sie bei einer Hausdurchsuchung mehr als 1.400 Meisterwerke, u. a. von Otto Dix, Marc Chagall, Pablo Picasso und Max Liebermann. Der Großteil davon scheint Nazi-Raubkunst zu sein, "Entartete Kunst", wie sie Hitler nannte. Wem gehören die Gemälde wirklich? Warum hielten die deutschen Behörden den Fund geheim? Warum interessiert sie nicht, wohin Cornelius Gurlitt verschwunden ist? Gibt es noch mehr Bilder in Gurlitts Salzburger Haus? Und hatte sein Onkel Wolfgang Gurlitt, der nach dem Krieg die Linzer Neue Galerie gründete, das heutige Lentos Kunstmuseum, wirklich nichts mit Hildebrand Gurlitts Geschäften während des Dritten Reichs zu tun? Der "Kulturmontag" berichtet über einen der größten Kunstkrimis des Jahrhunderts.

Kuschelsongs: "Swings Both Ways" - Robbie Williams mit neuem Album

Nach einer kometenhaften Popkarriere mit der Boygroup "Take That" und als genialer Solokünstler, 17 Brit-Awards und 70 Millionen Tonträgern erinnert sich Superstar Robbie Williams mit seinen 39 Jahren wieder der Musik, mit der er aufgewachsen ist. Mit drei Jahren verabschiedete sich sein Vater ins Varieté-Leben, hinterließ aber Platten von Frank Sinatra, Sammy Davis junior, Dean Martin und Nat King Cole - Musik, zu der er mit seiner Oma kuschelte, wenn er nicht gerade mit ihr "The King and I" oder "Guys and Dolls" im Fernsehen anschaute. Das neue Album "Swings Both Ways" ist eine Sammlung von Swing- und Jazzklassikern, Songs, die für Williams Geborgenheit bedeuten, aus einer Zeit, in der es noch weniger Zynismus gab. Dazwischen eingestreut befinden sich auch eigene Songs im Swingstil, allerdings ohne jenes Behaglichkeitsgefühl, wenn er etwa mit Rufus Wainwright übers Schwulsein singt. Im sehr persönlichen "Kulturmontag"-Interview spricht Robbie Williams über seine Unsicherheiten: Eigentlich sei er schüchtern und ein schlechter Sänger, was er mit seinem Entertainer-Schmäh nur überspiele.

Thriller-Spezialist: Andreas Prochaska inszeniert das Sarajevo-Attentat

Andreas Prochaska ist einer der erfolgreichsten Filmregisseure des Landes. Erste Erfahrungen holte er sich als Schnittassistent und Cutter bei Michael Haneke ("Benny's Video", "Funny Games" und "Code Inconnu"). 2006 wagte der Horrorfan einen österreichischen Genrefilm nach amerikanischen Vorbild: "In drei Tagen bist du tot" war so erfolgreich, dass es zwei Jahre später eine Fortsetzung gab. Für seine erste Krimikomödie "Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott" erhielt er den Österreichischen Filmpreis, für die ORF-Produktionen "Das Wunder von Kärnten" und "Spuren des Bösen -Racheengel" ist Prochaska für den Emmy nominiert. Jetzt inszeniert er die ORF-Koproduktion "Sarajevo" - das Attentat auf den Thronfolger als Thriller. Spannend, wie der damalige Untersuchungsrichter Leo Pfeffer bei den Einvernahmen der verdächtigen serbischen Revolutionäre auf immer mehr Widersprüche und Intrigen stößt, was ihn auch in persönliche Schwierigkeiten bringt. Zu sehen nächstes Jahr zum ORF-Schwerpunkt " Gedenkjahr 2014 - 100 Jahre erster Weltkrieg". Der "Kulturmontag" präsentiert den Filmemacher im Porträt und zu Gast im Studio.

Der "Kulturmontag" ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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