Wissenschaft und Forschung dürfen nicht Marketing-Gag zum Opfer fallen

NEOS fordern: Mehr Geld für die Forschung und keine Degradierung zum Anhängsel

Wien (OTS) - Derzeit verunsichert ein mögliches "Zukunftsministerium" für Jugend, Familien, Forschung, Integration die wissenschaftliche Community in Österreich. Wissenschaft und Forschung sind jedoch zu wichtig, um sie als Anhängsel einem aus Marketingperspektive geborenen "Zukunftsministerium" mit zahlreichen und teilweise konträren Aufgabenbereichen umzuhängen.

"Es ist Aufgabe der Politik das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Wissen und Forschung für die positive Entwicklung unseres Landes wesentlich sind," so NEOS Wissenschaftssprecher Nikolaus Scherak. Um freie Grundlagenforschung und Planungssicherheit garantieren zu können, fordert NEOS daher eine Erhöhung der finanziellen Ressourcen für Universitäten und Forschungsfonds, damit die ausgegebene Forschungsquote der Bundesregierung von 3,76% im Jahre 2020 erreicht werden kann.
"Wir schließen uns auch der Forderung des Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Anton Zeilinger an, der heute, im Rahmen der Tagung des Österreichischen Wissenschaftsrates, eine Erhöhung des Budgets für die Grundlagenforschung um mindestens 10% pro Jahr gefordert hat", so Scherak, "insgesamt wollen wir in den nächsten Jahren endlich einen Anteil des Tertiären Sektors von 2% des BIP erreichen."

Jedes Jahr würden beim Wissenschaftsfonds FWF 70% der Anträge auf Förderung von Projekten der Grundlagen- und Spitzenforschung abgelehnt. Meist deshalb, weil für viele die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Während Länder, wie Dänemark, Deutschland, Schweiz, 2011 ihre Forschungsquote gesteigert hätten, ist die österreichische Forschungsquote zurückgegangen. Um die Zielquote von 3,76% bis Jahre 2020 zu erreichen, muss die öffentliche Finanzierung von derzeit 3,7 Mrd. Euro auf 5,3 Mrd. Euro im Jahr 2020 gesteigert werden.

"Die Regierung muss endlich einen Weg definieren, wie sie die selbstgesteckten Ziele bei der Forschungsquote erreichen will. Von den in Österreich abgelehnten Anträgen gehen heute schon viele ins Ausland und werden dort umgesetzt. Wenn wir so weiter machen, begehen wir Raubbau an unserer Zukunftsfähigkeit, kreative Wortschöpfungen wie das "Zukunftsministerium" werden nicht ausreichen um diese Tendenz aufzuhalten", so Scherak.

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