"Licht ins Dunkel" - Empfang und Auftakt in der Hofburg

Bundespräsident Fischer eröffnete die 41. Aktion für behinderte Kinder und notleidende Familien in Österreich

Wien (OTS) - In der Wiener Hofburg fand gestern, Donnerstag, den 7. November 2013, der offizielle Auftakt der 41. Kampagne von "Licht in Dunkel" mit einem Empfang beim Bundespräsidenten und Schirmherrn der Aktion, Dr. Heinz Fischer, statt.

An der feierlichen Eröffnung nahmen zahlreiche Repräsentanten der Hilfsorganisationen, des Bundesheeres, Sponsoren, prominente Unterstützer, Medienvertreter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aktion teil: ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-Technikdirektor Ing. Michael Götzhaber, Sissy Mayerhoffer, "Licht ins Dunkel"-Verantwortliche des ORF, "Licht ins Dunkel"-Präsident Kurt Nekula und Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny, Caritas-Präsident Dr. Franz Küberl, Diakonie-Direktor Michael Chalupka, Generalstabschef des österreichischen Bundesheeres Mag. Othmar Commenda, Militärkommandant von Wien Brigadier Mag. Kurt Wagner, Kommandant der Garde Oberstleutnant Stefan Kirchebner, Gewista-Generaldirektor KR Karl Javurek, Mag. Bettina Glatz-Kremser von den Österreichischen Lotterien, Dr. Harry Bergmann von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann, "Licht ins Dunkel"-Begründer Kurt Bergmann, Maria Marboe, Inge Klingohr und zahlreiche ORF-Prominenz und "Licht ins Dunkel"-Präsentatorinnen und -Präsentatoren wie Alfons Haider, Marie-Claire Zimmermann, Roland Adrowitzer, Rainer Pariasek, Wolfram Pirchner, Lukas Perman, Andreas Onea und viele weitere prominente Unterstützer der Aktion.

Bundespräsident Fischer: "Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verteidigen"

Bereits zum 10. Mal eröffnete Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die aktuelle Aktion. In seiner Ansprache dankte der Schirmherr auch der scheidenden "Licht ins Dunkel"-Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny, die im Dezember in den Ruhestand geht und "28 Jahre federführend, organisierend und Verantwortung tragend" im Verein "Licht ins Dunkel" tätig war. Außerdem bedankte sich Fischer auch bei dem scheidenden Caritas-Präsidenten Franz Küberl, weil dieser "immer zur richtigen Zeit das richtige Wort und den richtigen Satz parat gehabt" habe. Fischer: "Beide Persönlichkeiten gehören zu den Pionieren von 'Licht ins Dunkel' und beiden zu danken, möchte ich zum Anlass nehmen, um zu sagen, dass wir auch in Zukunft möglichst viele Menschen brauchen, die in der Lage sind, das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit zu verteidigen und hochzuhalten."

Bundespräsident Fischer: "Unabhängigkeit des ORF festigen"

Fischer sparte aber auch nicht mit Lob für den ORF und dankte Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz für das Engagement des ORF:
"Ohne den ORF, ohne Fernsehen und Rundfunk könnte 'Licht ins Dunkel' nicht so praktisch tätig und erfolgreich sein, wie es der Fall ist." Fischer weiter: "Ich bin froh, dass wir jenes Maß an Unabhängigkeit erreicht haben, das den Österreichischen Rundfunk, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Journalisten und andere Mitarbeiter des ORF heute auszeichnet - und dieses Ausmaß an Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit darf um keinen Millimeter verringert werden! Ziel muss eher sein, es auszuweiten. Entscheidungen, die die Unabhängigkeit des ORF festigen, sind willkommen, Entscheidungen, die die Unabhängigkeit des ORF reduzieren oder begrenzen würden, sind im höchsten Maße unwillkommen. Alle, denen ein unabhängiger ORF wirklich am Herzen liegt - und ich hoffe, dass das eine sehr, sehr große Mehrheit in Österreich ist -, werden die Entscheidungen der nächsten Wochen und Monate daher mit Aufmerksamkeit verfolgen", mahnte Fischer.

ORF-Generaldirektor Wrabetz: "'Licht ins Dunkel' gibt Antworten in einer Zeit gesellschaftlicher Widersprüche"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz bezog sich in seinen Worten auf zwei gesellschaftliche Widersprüche, von denen auch Österreich geprägt sei: "Wir gehören zu den reichsten Ländern der Welt, trotzdem nimmt die Armut zu. Wir leben in einer verbundenen Welt und erleben trotzdem zunehmende Fragmentierung der Gesellschaft. Auf beide Widersprüche gibt 'Licht ins Dunkel' Antworten." Und weiter: "'Licht ins Dunkel' ist nicht nur Zeichen der Solidarität in unserer Gesellschaft, sondern bietet auch eine Plattform der Verbindung, die wir bereitstellen: Menschen, die sich nie gesehen haben, können einander helfen. 'Licht ins Dunkel' ist eine Idee, aber diese Idee kann nur wirksam und materiell werden, wenn sie von der ORF-Flotte -wo sich alle Medien und Landesstudios zu einem Orchester der Nächstenliebe vereinen -, umgesetzt wird. Darauf sind wir stolz!" Abschließend unterstrich Wrabetz: "Wir können das nicht alleine stemmen, sondern brauchen Organisationen und Verbündete, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten", und bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny dafür, "dass Sie über Jahrzehnte dafür gesorgt haben, dass diese Mittel transparent verwendet und kein einziger Cent an der falschen Stelle eingesetzt wurde", sowie beim Bundespräsidenten, "dass das Staatsoberhaupt seit zehn Jahren die Schirmherrschaft innehat."

Sissy Mayerhoffer: "Kinder und Jugendliche im Fokus der Hilfe"

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting, nahm in ihrer Rede Bezug auf die jüngste Armutsstudie und die Tatsache, dass insbesondere die Armutsgefährdungsquote bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren mit 15,4 Prozent besonders hoch sei. Mayerhoffer: "Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander. Nach der letzten Armutsstudie sind in Österreich derzeit rund eine Million Menschen arm bzw. armutsgefährdet, 511.000 manifest arm. Die Lebenssituation der Betroffenen hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechtert. Besonders betroffen sind rund 243.000 Kinder und Jugendliche." Hier sei die Aktion "Licht ins Dunkel" gefordert, denn "abgesehen von den Studien, die wir lesen, erleben und erfahren wir diese Not direkt durch die vielen Anträge, die sich im 'Licht ins Dunkel'-Büro stapeln", so Mayerhoffer.

Anschließend präsentierte Sissy Mayerhoffer den aktuellen "Licht ins Dunkel"-TV-Spot in der Hofburg, der zum 17. Mal von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann für die Aktion kreiert und bereits zum dritten Mal von Regisseur Ron Eichhorn umgesetzt wurde. Der Clip mit dem Titel "Brüder" trägt den Titel "Damit niemand seinen Weg alleine gehen muss".

Musikalische Live-Acts von der "Licht ins Dunkel 2013"-CD

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten Axel Wolph feat. Ben Sky, die das "Licht ins Dunkel" gewidmete Lied "My Lights" performten, sowie zum Abschluss Louie Austen mit "We Are Christmas". Beide Interpreten sind, gemeinsam mit vielen anderen Stars der österreichischen Musikszene - Christina Stürmer, Andreas Gabalier, Hubert von Goisern, Julian Le Play, Anna F., Naked Lunch, Como, Mo, Ernst Molden & Willi Resetarits, Zweitfrau, Conchita Wurst, Wilfried, Vera Böhnisch & Thomas Rabitsch, Klangkarussell und anderen - auf der "Licht ins Dunkel 2013"-Benefiz-CD, die ab sofort im Handel erhältlich ist und von der fünf Euro pro verkaufter CD an "Licht ins Dunkel" gehen.

"Licht ins Dunkel" im ORF

Der ORF unterstützt diese Anliegen mit einer Fülle von Programmangeboten. Am 2. Dezember wird es wieder den großen "Licht ins Dunkel"-Aktionstag in allen Medien und Landesstudios des ORF geben. Im ORF-Fernsehen präsentiert von Birgit Fenderl, Andreas Onea und Sandra König - mit der "Barbara Karlich Show" live am Nachmittag, der "Promi-Millionenshow" im Hauptabend von ORF 2 und vielen anderen Sendungen und Beiträgen zum Thema "Licht ins Dunkel" im Verlauf dieses Programmtages. Am Heiligen Abend steht ab 9.00 Uhr die große "Licht ins Dunkel"-Sendung auf dem ORF-2-Programm, durch die Oliver Polzer und Angelika Ahrens, Marie-Claire Zimmermann und Roland Adrowitzer, Lukas Perman und Marjan Shaki, Alfons Haider und Andreas Onea führen werden. Alle Medien des ORF - Radio, Fernsehen, Internet und ORF TELETEXT - und viele Sendungen werden in der Adventzeit die Aktion "Licht ins Dunkel" unterstützen und bewerben. Unterschiedliche Schwerpunkte und Projekte werden von den ORF-Landesstudios mit ihren regionalen Radio- und TV-Programmen gefeatured.

Die große Sportversteigerung in der Sendung "Sport am Sonntag" findet heuer am 15. Dezember statt, und die "Seitenblicke" werden zum 16. Mal ihre "Night Tour" für "Licht ins Dunkel" abhalten und am 21. Jänner 2014 zur großen Schlussversteigerung in die Studios der Interspot einladen. Eine Zusammenfassung des jährlichen Benefizevents ist am 2. Februar in einem "Seitenblicke spezial" im ORF zu sehen.

Zum Auftakt und zum Abschluss des "Licht ins Dunkel"-Fernsehjahres steht die "Promi-Millionenshow" am Aktionstag, dem 2. Dezember, und zum Ende der Kampagne am 10. Februar 2014.

227 Millionen Euro in 40 Jahren

Allein im vergangenen Jahr konnten 13,6 Millionen Euro durch "Licht ins Dunkel" gesammelt werden. Damit wurden 434 Sozial- und Behindertenprojekte in allen Bundesländern unterstützt. 5.032 Familien mit 12.455 Kindern konnte durch die "Licht ins Dunkel"-Soforthilfe rasch und unbürokratisch geholfen werden. Insgesamt wurde seit Bestehen der Aktion 227 Millionen Euro an Spenden für bedürftige Menschen gesammelt.

Mit dem gestrigen Empfang beim Bundespräsidenten startet die 41. "Licht ins Dunkel"-Kampagne. Die aktuelle Spendentelefonnummer von A1, zum Nulltarif aus ganz Österreich, lautet 0800 24 12 2013. Online-Spenden im Internet sind unter lichtinsdunkel.ORF.at möglich.

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