FP-Gudenus zu Madoff-SPÖ-Skandal: OGH Urteil zur Prospektkontrolle geht am Kern der Vorwürfe gegen die Bank-Austria vorbei!

Bank-Austria muß endlich die Karten auf den Tisch legen! Seit wann wußten die Verantwortlichen, daß das Madoff-System aus dem Ruder läuft?

Wien, 08-11-2013 (OTS/FPD) - Tausende Anleger wurden von der Bank Austria gemeinsam mit der Häupl-Stiftung AVZ als Vertriebspartner der Betrug-Fonds in das Schneeballsystem des US-Finanzjongleurs Bernard L. Madoff hineintheatert, das schließlich im Jahr 2008 zusammengebrochen ist.
"Wenn jetzt der OGH urteilt, dass das Geldinstitut wegen mangelnder Prospektkontrolle nicht haftbar gemacht werden kann, dann ist das eine unverständliche, bittere Entscheidung gegen den Verbraucherschutz, aber auch ein Pyrrhussieg der Bank-Austria.
Die eigentliche Frage müsste nämlich lauten: Seit wann wussten die wesentlichen Proponenten der Bank-Austria, daß das Geschäft des Bernard L. Madoff zumindest viele Fragen offen lässt? Ab wann gab es den dringenden Verdacht, daß Madoff Frontrunning betreibt?", so heute Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus.

Auf Grund der bereits veröffentlichten Unterlagen, der Revisionsberichte und eines vertraulichen "Reiseberichts" eines Bank-Austria-Managers bei der Bernard L. Madoff Investment Securities der die Jahre 1998 bis 2000 umfasst, stehe der dringende Verdacht im Raum, daß zumindest Teile der Bankführung durch die offenherzigen Angaben von Frank DiPascali, einem engen Vertrauten und geständigen Mittäter von Bernard Madoff, bereits seit dem Jahr 2000 über die illegalen Aktivitäten von Bernard L. Madoff informiert waren.

Unabhängig vom aktuellen Urteil des OGH, das der Bank-Austria in der Frage der Prospektkontrolle einen Persilschein ausstellt, wäre das Justizressort dringend gefordert, nach eine fünfjährigen Schockstarre Aktivitäten von der Staatsanwaltschaft einzufordern. Auch wenn die ÖVP derzeit offenbar danach trachtet die Kanzlerpartei möglichst freundlich gestimmt zu halten, so liege es doch in der Verantwortung der Justizministerin endlich jene Strafverfahren, die unter den Aktenzahlen 615 St 2/13 a (vormals: 604 St 19/09 i), 604 St 6/09 b oder 604 St 14/11 g u.a. Strafermittlungsverfahren wegen schweren Betrugs, Untreue, Verfehlungen gegen das Investmentfondsgesetz und Verbandsverantwortlichkeitsgesetz anhängig sind, mit Leben zu erfüllen, so Gudenus abschließend (Schluß)

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