Wiener Ärztekammer gegen Einführung von Ambulanzgebühren

Zustrom in die Spitäler mit größerem Angebot im niedergelassenen Bereich begegnen

Wien (OTS) - Der Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner, widerspricht der gestern, Mittwoch, gestellten Forderung von Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, hinsichtlich der Wiedereinführung von Ambulanzgebühren in Österreich. Es sei nicht Aufgabe der Ärzteschaft, darüber zu befinden, ob Patienten bei einem Ambulanzbesuch Geld abgenommen werden solle oder nicht.****

Laut Beschlüssen in den Ärztekammern von Wien, Niederösterreich und Kärnten sowie auch in der Bundeskurie der angestellten Ärzte haben diese drei Landesorganisationen eine Ambulanzgebühr entschieden abgelehnt. "Ob von den Patienten wieder eine Gebühr bei einem Ambulanbesuch verlangt wird, ist einzig und alleine eine Entscheidung der politischen Verantwortlichen", so Leitner.

Der ungebremste Zugang zu Spitalsambulanzen müsse anders zu lösen sein. Eine Möglichkeit sei beispielsweise "ein vermehrtes Angebot mit günstigerer Finanzierung im niedergelassenen Bereich", ist der Vizepräsident überzeugt, der hier auch auf die vor Kurzem von der Wiener Ärztekammer aufgestellte Forderung nach 300 zusätzlichen Kassenplanstellen verweist. Diese Forderung sei nach wie vor aufrecht. (kmc)

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