IG Pflanzenschutz: Europa braucht effizientere und produktivere Landwirtschaft

Studie: produktive Landwirtschaft entscheidend für Versorgungssicherheit - 31 Prozent weniger Ertrag bei weiteren Einschränkungen

Wien (OTS/IGP) - Eine effizientere und produktivere Landwirtschaft wird in den kommenden Jahren entscheidend für die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Lebensmitteln sein -sowohl in Österreich, wie in Europa und weltweit. Gleichzeitig könne so eine effizientere Landnutzung und verbesserter Klimaschutz gewährleistet werden. Das ist die klare Botschaft einer neuen wissenschaftlichen Studie des Humboldt-Forums für Ernährung und Landwirtschaft, einem internationalen Non-Profit-Think-Tank mit Sitz in Berlin, die in diesen Tagen vom europäischen Dachverband der Pflanzenschutzmittelhersteller ECPA in Brüssel veröffentlicht wurde.

Die Vorstände der IG Pflanzenschutz, Christian Stockmar und Martin Schöpfer, nehmen diese Studie zum Anlaß erneut auf ihre Forderung nach stabilen und verläßlichen rechtlichen sowie politischen Rahmenbedingung für die Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu drängen.

Die Studie analysiert Daten zu den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen der produktiven Landwirtschaft in der EU, die sich moderner Technologien bedient. Hierzu zählen landwirtschaftliche Maschinen, modernes Saatgut , organische / mineralische Düngemittel sowie Pflanzenschutz

Die Ergebnisse zeigen, dass die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität in der EU um nur ein Prozentpunkt:

- mehr als 10 Millionen Menschen mehr pro Jahr ernähren könnte.

- den Wohlstand in Europa pro Jahr um 500 Millionen Euro erhöhen würde.

- das jährliche Einkommen eines EU Bauern um EUR 500 steigern würde.

- das virtuelle "Land Grabbing" um Netto 1,2 Millionen Hektar reduzieren würde.

- 220 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen würde.

- die globalen Biodiversität besser erhalten und damit im Vergleich die Flora und Fauna von bis zu 600.000 Hektar Regenwald bewahrt würde.

Ein Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und moderne Produktionstechniken, würde nicht nur die oben genannten Vorteile zunichte machen, sondern auch zu durchschnittlich 31 Prozent weniger Ertrag führen, so die Autoren der Studie. Stockmar und Schöpfer als Vertreter der IG Pflanzenschutz fordern daher ein klares Bekenntnis der Politik zur Absicherung der modernen produzierenden Landwirtschaft in Österreich: "Nur so können wir gemeinsam den Feinkostladen Österreich mit seinen wertvollen regionalen Produkten langfristig absichern", so die Vorstände der IG Pflanzenschutz abschließend.

Der neue Bericht "Der soziale, wirtschaftliche und ökologische Wert der landwirtschaftlichen Produktivität in der Europäischen Union" wurde vom Humboldt- Forum für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht und ist unter
http://hffa.info/index.php/resources/download-publications/publicatio
ns/working-paper-5.html herunterladbar.

Hintergrund:

Die 16 Mitglieder der IG Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter in Österreich. Den Vorsitz der Gruppe hat Dr. Christian Stockmar von Syngenta inne. Stellvertretend stehen ihm DI Martin Schöpfer von Bayer CropScience sowie KR Andreas Stöckl von Kwizda Agro zur Seite. Innerhalb der IG Pflanzenschutz befassen sich Experten mit unterschiedlichen Themenbereichen, so zum Beispiel im Fachausschuss für Ökologie und Technik (FÖT) oder im Ausschuss für Haus- und Gartenprodukte (H&G). Die heimische Pflanzenschutzmittelbranche erwirtschaftet pro Jahr rund 130 Millionen Euro an Umsatz. Auf europäischer Ebene (EU 27 und EFTA) stehen diesen 100 Millionen etwa 7,5 Milliarden Euro an Umsatz (2011) gegenüber. Das Weltmarktvolumen für Pflanzenschutzmittel beträgt rund 36 Milliarden Euro (2012).

Die Mitglieder der IP Pflanzenschutz sind in alphabethischer Reihenfolge:

- BASF Österreich GmbH

- Bayer Austria GmbH

- Belchim Crop Protection GmbH Österreich

- Cheminova Austria GmbH & Co KG

- COMPO Austria GmbH

- Dow Agro Sciences GmbH

- Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH

- Feinchemie Schwebda GmbH

- Florissa Handels- und Produktions GmbH

- Kwizda Agro GmbH

- Monsanto (Deutschland) GmbH

- Nufarm Austria GmbH & Co KG

- SCOTTS CELAFLOR HGmbH

- Syngenta Agro GmbH

- W. Neudorff GmbH KG

- WINDHAGER HandelsgesmbH

Rückfragen & Kontakt:

pflanzenschutz@danielkapp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DKA0001