Gerechtigkeit: Fremdwort für ÖVP?

Aufnahmetests zur Elitenbildung lösen keine Probleme

Wien (OTS) - Wieder einmal beweist die ÖVP, von Chancengleichheit und den Zielen einer Gesamtschule nichts verstanden zu haben. Die unermüdlichen Bemühungen, das Gymnasium zu erhalten, kennen wir. Genauso ist die Forderung nach Aufnahmetests nichts Neues, aber immer noch genauso irrsinnig. "Von Teamteaching, dass Schüler_innen von Schüler_innen lernen können und so im Rahmen einer Gesamtschule Stärken gefördert und Schwächen abgebaut werden können, wollen die FunktionärInnen der ÖVP nach wie vor nichts wissen und verschließen sich vor jeglichem Versuch, das Bildungssystem gerechter zu gestalten. Ganz nach dem Motto der ÖVP, Veränderung tut weh", stellt Claudia Satler Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen klar.

Die Leistung von jungen Schülerinnen und Schülern hängt nach wie vor nicht von den Begabungen der Kinder ab, sondern vom Geldbeutel der Eltern. Das haben uns mittlerweile schon genug Studien bewiesen. Das Gymnasium in seiner jetzigen Form und auch mit zusätzlichen Aufnahmetests fördert nur eine Elite, die das Geld hat sich das zu leisten und alle anderen fallen unter den Tisch.
Wir müssen endlich von dem Gedanken der Eliteförderung wegkommen, hin zu einer Förderung aller. "Kein Kind ist völlig unbegabt, unser Bildungssystem verpasst aber nur jenen die Note "Ausgezeichnet", die sich an Frontalunterricht und Auswendiglernen anpassen", so Satler weiter. Damit wirklich alle die Chance bekommen, sich und die eigenen Begabungen bestmöglich zu entfalten, muss allen der Zugang zu einer gemeinsamen Schule ermöglicht und Unterricht vielseitiger werden. Die verschiedenen Interessen und Talente aller Schüler_innen müssen endlich gefördert werden.

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Claudia Satler
AKS Bundesvorsitzende
tel: 0699/11408142
mail: claudia.satler@aks.at

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