Christine Neubauer ist am 9. November "Die Holzbaronin"

ORF-Premiere für bewegenden ORF/ZDF-Historienzweiteiler mit Simon Schwarz

Wien (OTS) - Liebe und Verrat, Loyalität und Missgunst, familiäre Machtkämpfe und persönliche Befreiungsschläge - die Lebensgeschichte einer starken Frau von ihrer Jugend kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis ins Jahr 1953. Die Lebensgeschichte der "Holzbaronin". Und genau als diese ist Publikumsliebling und Quotenqueen Christine Neubauer in der ORF-Premiere des gleichnamigen ORF/ZDF-Historienzweiteilers zu sehen, der am Samstag, dem 9. November 2013, um 20.15 und 21.55 Uhr in ORF 2 (auch als Hörfilm) zu sehen ist. Darin verkörpert Neubauer eine Frau, die endlich an ihrem Ziel angelangt zu sein scheint: Sie wird zur Geschäftsführerin des traditionsreichen Familienbetriebs in der holzverarbeitenden Industrie gewählt. Doch das Glück währt nicht lange, wird sie doch des Mordes an ihrem Ehemann bezichtigt. Als Kriminalkommissar Fröbe, der den Fall der "Holzbaronin" ganz genau unter die Lupe nimmt, ist der Wiener Simon Schwarz zu sehen.

Neben Christine Neubauer glänzen in weiteren Rollen u. a. Nicole Heesters und Michael Mendl als Großeltern der Hauptfigur, die in den Jugendjahren von Henriette Confurius dargestellt wird. Weitere bekannte Schauspieler wie Catherine Flemming, Florian Bartholomäi sowie der Österreicher Harald Schrott ("Vier Frauen und ein Todesfall") sind ebenfalls mit dabei. Regie bei diesen beiden 90-Minütern, die 2012 in Wien, Baden-Baden und im Schwarzwald gedreht worden sind, führte Marcus O. Rosenmüller ("Am Ende der Lüge", "Gottes mächtige Dienerin") nach einem Drehbuch von Annette Hess.

Christine Neubauer: "Für mich ist die Tatsache, als 'Frau' erfolgreich und unabhängig zu sein, eine Selbstverständlichkeit"

"Die Holzbaronin" gehört zu einer Reihe von Filmen, die sich mit der deutschen Geschichte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigen. "Die Kriegs- und Nachkriegszeit ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Geschichte, und ich beschäftige mich schon seit der 'Löwengrube' mit der Thematik und den historischen Hintergründen", so Neubauer. "Aber jede Figur, jeder Film hält neue Facetten und neue Erkenntnisse für mich bereit, und das macht meinen Beruf so spannend und so schön." Welche Rolle Kostüm und Maske in einem Historienfilm spielen? "Kostüm und Maske sind ganz entscheidende Komponenten, um sich als Schauspielerin oder als Schauspieler in der jeweiligen Zeit und in der jeweiligen Figur zu Hause zu fühlen. Je authentischer beides ist, umso authentischer fühlt sich die Rolle an. Zudem liebe ich die Mode der 50er Jahre. Sie ist geprägt durch Taillenmieder, klassische Kostüme und Hüte, was jeder Trägerin von vornherein eine anmutige Körperhaltung verleiht." Nicht selten spielt bei Frauenrollen, wie sie diesmal auch Christine Neubauer als "Die Holzbaronin" verkörpert, auch Gewalt eine Rolle. Wie es einer erfolgreichen, emanzipierten Frau bei solchen Szenen heute geht? "Für mich ist die Tatsache, als Frau erfolgreich und unabhängig zu sein, eine Selbstverständlichkeit." Warum es Elly Seitz in den 50er Jahren aber trotz der harten Bedingungen zu einer knallharten Geschäftsfrau geschafft hat? "Weil sie die Begabung dazu hatte!"

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Schwarzwald, 1953: Elly Seitz (Christine Neubauer) hat endlich ihr Ziel erreicht: Sie ist zur Vorstandsvorsitzenden der Seitz AG, einem der weltmarktführenden Unternehmen der Holzindustrie, gewählt worden. Viele Jahre hatte sie darauf hingearbeitet, den traditionsreichen Familienbetrieb zu leiten. Doch noch während der Ernennungssitzung wird sie festgenommen - ein anonymer Anrufer hat Elly beschuldigt, ihren Mann Alfred Brauer (Dirk Borchardt) im Jahr 1944 ermordet zu haben. Ihr eigener Sohn behauptet das sogar. In einer langen Vernehmung durch Kommissar Fröbe (Simon Schwarz) soll ein Geständnis von Elly erzwungen und Licht ins Dunkel der vergangenen Geschehnisse gebracht werden.

In der Befragung blickt Elly zurück auf ihr bisheriges Leben: Schon ihre Kindheit Anfang des Jahrhunderts ist geprägt von dem Kampf um dieselbe Anerkennung, die auch ihr Cousin Ernst (Andy Gätjen) erfährt. Während er schon früh ins Familienunternehmen einbezogen wird, ist sie mit den Erwartungen konfrontiert, sich als Mädchen aus Geschäftsangelegenheiten herauszuhalten und sich lieber mit Backen und Nähen zu beschäftigen. Diese Dinge aber hasst sie. Viel lieber hilft sie ihrer Großmutter, ihrem großen Vorbild, hinter dem Rücken des Großvaters heimlich die Geschäfte zu führen. Ohne dass ihre Familie etwas ahnt, beginnt Elly auch ein Wirtschaftsstudium. Doch als dieses Geheimnis ans Licht kommt und ihre Großmutter stirbt, bleibt ihr nur wieder eine untergeordnete Sekretärinnenstelle in der Firma. Nachdem ihr Vater Gustav (Harald Schrott) durch riskante Finanzgeschäfte die Firma ruiniert hat, geht Elly die Zweckehe mit Alfred ein, um das Familienunternehmen zu retten. Doch damit beginnt für sie keine glückliche Zeit. Ellys Leben ist geprägt von einer großen Liebe, schrecklichen Verlusten, dem Kampf für das Unternehmen und der Anerkennung in ihrer Familie.

"Die Holzbaronin" ist eine ZDF-Koproduktion mit der Ziegler Film GmbH & Co. KG und der Graf Filmproduktion GmbH, Klagenfurt am Wörthersee, in Zusammenarbeit mit dem ORF, gefördert von der MFG und Fernsehfilmförderung RTR Fernsehfonds Austria.

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