Mückstein: Ambulanzgebühren sind keine Lösung

Grüne: Wir brauchen schnell Ausbau des niedergelassenen Bereiches

Wien (OTS) - "Bereits einmal hat sich die Ambulanzgebühr als nicht zielführend erwiesen. Sie wurde nach drei Jahren wegen anhaltendem Chaos und mangelnder Effizienz wieder abgeschafft. Das muss nicht noch einmal wiederholt werden", sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein. Sie reagiert damit auf die gestrigen Aussagen von Harald Mayer, Obmann der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Ärtzekammer, der die Beschränkung des Zugangs zu den Spitalsambulanzen durch die Einführung von Ambulanzgebühren forderte.

Österreich hat international gesehen bereits einen sehr hohen Anteil an Selbstbehalten. ExpertInnen gehen davon aus, dass ungefähr 25 Prozent der Gesundheitsausgaben in Form privater Zuzahlungen erfolgen. Das ist mit ein Grund, warum gerade finanziell schlechter gestellte ÖsterreicherInnen Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen. Deshalb muss endlich der niedergelassene Bereich ausgebaut und für die PatientInnen auch in den Nachtstunden erreichbar werden, wie auch die Ärztekammer fordert.

"Wir brauchen viel mehr Gruppenpraxen, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und anderen Gesundheitsberufen sowie längere Öffnungszeiten der Ordinationen am Tagesrand und am Wochenende", meint Mückstein und ergänzt: "nur so kann es gelingen, die PatientInnen umzuleiten."

Die Grünen unterstützen die Ärtzekammer bei ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen für die SpitalsärztInnen. "Die Obergrenze von 25 Stunden pro Dienst muss endlich im Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz festgeschrieben werden", sagt Mückstein und ergänzt:, "das würde das hohe Burnout-Risiko dieser Berufsgruppe senken. Wir werden deshalb einen Antrag zur Novellierung des Krankenanstalten-Arbeitsgesetzes einbringen, der eine derartige Obergrenze beinhaltet."

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