SOS Mitmensch: Österreich tut nicht genug, um den Anfängen zu wehren

Aufruf zu verstärkter Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung

Wien (OTS) - SOS Mitmensch ruft die Regierung aus Anlass des Gedenkens an die antisemitische Zerstörungs- und Mordnacht der Nazis vor 75 Jahren dazu auf, mehr gegen Rassismus und Diskriminierung zu tun. "Österreich zählt heute zu den gefestigten Demokratien in Europa. Dennoch sind die Anfänge, die zu Ausschluss und Diskriminierung führen und die im Nationalsozialismus in die Verfolgung und Ermordung von Mitmenschen gemündet haben, weiterhin spürbar. Das Auseinanderdividieren von Menschen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung ist noch nicht aus unserer Gesellschaft verschwunden. Und viel zu oft wird weggeschaut, wenn gehetzt, ausgegrenzt oder in wichtigen Lebensbereichen, wie etwa in der Bildung, beim Wohnen oder am Arbeitsmarkt, diskriminiert wird.", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Konkret bemängelt die Menschenrechtsorganisation, dass es bis dato keine flächendeckende Verankerung von Antirassismus- und Zivilcourageprogrammen an Schulen und in der Ausbildung von PädagogInnen gebe. Darüber hinaus liege Österreich bei der Antidiskriminierungsgesetzgebung weit hinter den Möglichkeiten zurück. Und im Gegensatz zu Deutschland gebe es in Österreich keinen behördlichen Rechtsextremismusbericht, der die Aktivitäten von Vereinen und Plattformen, die Hass und Rassismus schüren, umfassend unter die Lupe nehme.

""Wehret den Anfängen" darf niemals zu einer hohlen Phrase verkommen, sondern muss Teil jedes Regierungsprogramms, jedes Demokratiepakets, jeder Sicherheitsdoktrin, jeder Bildungs- und Sozialpolitik und auch Teil unseres gesamten alltäglichen Zusammenlebens sein", so Pollak.

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SOS Mitmensch
Alexander Pollak
Tel.: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
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