Boys' Day im Sozialministerium: Mut zu neuen Berufen für männliche Jugendliche

Neue Studienergebnisse bestärken den eingeschlagenen Weg

Wien (OTS/BMASK) - "Was mache ich in der Zukunft? Welchen Beruf möchte ich einmal ausüben?" Fragen, die sich viele junge Burschen stellen und oft keine passende Antwort haben. Eine Unterstützung bei der Berufswahl abseits von Klischeevorstellungen typischer Männerberufe bietet der zum sechsten Mal in ganz Österreich stattfindende und vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ins Leben gerufene Boys' Day. Dieser Aktionstag soll dazu beitragen, das Berufswahlspektrum männlicher Jugendlicher mit gezielten Aktivitäten zu vergrößern und Gefallen an einer Ausbildung in Alten- und Pflegeheimen oder im pädagogischen Bereich zu wecken. In allen Bundesländern öffnen daher am 7. November soziale Einrichtungen, Spitäler, Schulen, Kinder- und Jugend-Betreuungseinrichtungen ihre Türen. "Interessierte Burschen können am Boys' Day Berufe kennenlernen, die ihnen meist wenig bekannt sind und daher auch nicht so häufig ergriffen werden. Zu den Zielen des Boys' Day gehört es, männliche Jugendliche in ihren Berufs- und Lebensplanungen zu begleiten und auch Eltern und Pädagogen für diese Ausbildungsthematik zu sensibilisieren. Dies eröffnet in Folge ein breiteres Feld an beruflichen Wegen, an neuen Möglichkeiten und an persönlicher Entwicklung für die Burschen", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer. ****

In Österreich herrscht ein Mangel an männlichen Kindergartenpädagogen: Im Zeitraum 2008 bis 2011 waren nur insgesamt 249 junge Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren (im Vergleich dazu 4.299 Frauen) in Kindergärten und Vorschulen tätig. Wirft man einen Blick auf die Volksschulen, so waren in diesem Zeitraum 55 junge Männer (aber 381 junge Frauen) beschäftigt. Die Arbeit in einem Alten- oder Behindertenwohnheim ist ebenfalls nur für wenige junge Burschen von Interesse (2.961 Männer zu 4.116 Frauen). Noch drastischer stellt sich der Vergleich der Beschäftigungszahlen in Krankenhäusern dar: 5.068 junge Männer waren dort tätig, aber 22.901 junge Frauen (Quelle: Datawarehouse des AMS). Qualifizierte Arbeitskräfte haben gerade im Pflegebereich gute Karrierechancen; 85% aller Absolventen von Gesundheitsschulen (Pflegeausbildung) finden innerhalb von drei Monaten einen Job. Auch das Starteinkommen weist oft keinen Unterschied zu Uniabsolventen auf: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt beträgt Euro 1.890 bis 2.710 brutto pro Monat (www.ams.at/qualifikationsbarometer). "Männeruntypische Berufe bringen gute Verdienstmöglichkeiten und viele interessante und abwechslungsreiche Aufgaben mit sich. Hauptanliegen des Boys' Day ist es, jungen Männern neue Impulse zu geben und sie zu einer nicht traditionellen Berufsentscheidung zu ermutigen", so Bundesminister Rudolf Hundstorfer.

Im Rahmen einer im Auftrag des BMASK erstellten Pilotstudie zur Wirkung männlicher Kindergartenpädagogen hat sich ein Forschungsteam der Universität Innsbruck am Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung zum Ziel gesetzt, erste differenzierte Hinweise auf die erzieherische Wirkung und auf das pädagogische Zusammenspiel von männlichen und weiblichen KindergartenpädagogInnen zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutliche geschlechtsspezifische Effekte zwischen Fachkräften und Kindern. Der Kontakt von Buben zu männlichen Fachkräften wird häufiger gezeigt als der von weiblichen Fachkräften zu Buben. Neben diesem "Mann-Buben-Effekt" ist teilweise auch ein "Mann-Mädchen-Effekt" festzustellen. Männliche Kindergärtner - so kann aus dieser Studie geschlossen werden - erweisen sich als wirksame Bereicherung des Beziehungsalltags im Kindergarten.

Die Studie steht zum Download auf der Website des BMASK unter www.bmask.gv.at zur Verfügung.

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Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
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