Gegen grenzüberschreitende Fahrten von Gigalinern

LH Kaiser: Eine Zulassung von Mega-Trucks bringt viele Nachteile - Thema wird auch mit Nachbarländern und bei LH-Konferenz erörtert werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Seitens der EU-Kommission ist die Zulassung von grenzüberschreitenden Fahrten von sogenannten Gigalinern geplant. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser erteilt diesem Vorstoß eine klare Absage. Der Schaden durch diese übergroßen LKWs sei enorm und daher müsse das Anliegen gestoppt werden, verweist Kaiser auch auf entsprechende Umfragen in mehreren europäischen Ländern, wonach sich eine große Mehrheit der Bürger sowie Organisationen gegen Gigaliner aussprechen.

Der Landeshauptmann will dieses Thema sowohl mit politischen Vertretern der Nachbarländer Kärntens, u.a. bei der nächsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Alpe Adria, als auch bei der nächstwöchigen Landeshauptleute-Konferenz in Wien diskutieren. Die EU-Kommission möchte die Richtlinie trotz heftiger Proteste dennoch durchboxen, umso wichtiger sei es, die Nachteile bzw. besseren Alternativen aufzuzeigen, betont Kaiser.

Es würden viele Gründe gegen Mega-Trucks sprechen, verweist Kaiser vor allem auf die Verkehrssicherheit. Längere und schwerere LKW würden keinen Beitrag zu mehr Sicherheit auf den Straßen leisten, ganz im Gegenteil. Viele Straßenbauwerke wie Brücken, Tunnels, Parkplätze oder auch Kreisverkehre seien nicht leistungsfähig genug, um all dies auszubauen würde es Steuermittel in Milliardenhöhe brauchen. Die derzeitige Infrastruktur würde durch Gigaliner weithin zusätzlich belastet und geschädigt werden.

Auch würde man eine nachhaltige Verkehrspolitik konterkarieren, denn statt den Güterverkehr immer mehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, würde man umgekehrt den Güterverkehr noch mehr auf die Straße verlagern, dies zu Lasten des Güterbahnverkehrs. Noch mehr Straßengüterverkehr erhöht Risiken und sollte auch umwelt- und auch gesundheitspolitisch keine Zielsetzung sein, so der Landeshauptmann. Wenn innerhalb der EU mehr Mittel in die eine leistungsstarke Bahninfrastruktur fließen würden, dann sollten solche überlangen Trucks wirtschaftlich nicht notwendig sein.
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