KV-Verhandlungen Bergbau-Stahl: Abschluss mit Innovationen

Einigung bei Gehaltserhöhungen

Wien (OTS) - Erstmalig Freizeitoption als flexibles Element im Sinne der Lebensbedürfnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einklang mit betrieblichen Notwendigkeiten. Stabilisierungsforum zu Arbeitszeiten zur Absicherung der Arbeitsplätze wird intensiviert.

Wien, 06. 11. 2013 "Die schwierigen, aber konstruktiven Verhandlungen dauerten insgesamt 13 Stunden. Es ist gelungen, wesentliche Neuerungen im Kollektivvertrag der Bergbau-Stahl-Branche zu verankern. Die Anhebung bei den Löhnen und Gehältern wurde mit durchschnittlich 2,76 %vereinbart und wir haben erstmals für die Branche eine Option vereinbart, die es auf Betriebsebene ermöglicht, dass die Kollektivvertragserhöhung in Freizeit konsumiert wird. Darüber hinaus wurden verbindliche Gespräche für das im Vorjahr eingerichtete Stabilisierungsforum zu den Arbeitszeiten festgelegt", so der Verhandlungsleiter des Fachverbandes Bergbau-Stahl und Geschäftsführer der Stahl Judenburg GmbH, Mag. Ewald Thaller.
Die ab 01. November rückwirkenden Lohn- und Gehaltserhöhungen: Die kollektiv-vertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen von 2,5 % in der höchsten Einstellungsgruppe bis 3,2 % in der Niedrigsten. Im Durchschnitt beträgt die Erhöhung 2,76 %.
"Mit der erstmalig in der Metallbranche vereinbarten Freizeitoption, die nun im Kollektivvertrag festgeschrieben ist, erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, Ist-Lohnerhöhungen in Freizeit umzuwandeln. Diese Möglichkeit kann durch Betriebsvereinbarungen individuell beschlossen werden", so Thaller. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist diese neue Option die Chance, zusätzliche Freizeit über einen längeren Zeitraum hinweg anzusammeln, der zeitlich nicht limitiert ist. Die Freizeitguthaben können auch nicht verfallen.
Die massiven Produktionsrückgänge und die Überkapazitäten in der Stahlbranche sind ein gravierendes Problem für die Branche, die als wesentliches Ziel die Stabilisierung der Beschäftigung unter den schwankenden Produktions- und Nachfragezyklen festgelegt hat. "Dazu wurde bereits im Vorjahr die Einrichtung eines Stabilisierungsforums beschlossen, in dem wir uns dem Thema Arbeitszeit widmen. Nunmehr haben wir auch einen verbindlichen Zeitplan festgelegt. Damit haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Standort- und Arbeitsplatzsicherheit geschafft", betont Thaller abschließend.

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