Kickl: FPÖ prüft Sachverhaltsdarstellung gegen Lindner wegen Verdachts der Untreue

Auch Rolle des Kaufmännischen Direktors ist zu klären - FPÖ fordert Offenlegung aller Konsulentenverträge im ORF

Wien (OTS) - "Die kolportierten offenbar freihändig erfolgten Auftragsvergaben an eine externe Werbeagentur, die während der Zeit der ORF-Generaldirektion Monika Lindners vorgenommen worden sein sollen, in Kombination mit der Weigerung des ORF, eine externe Prüfung der offenkundig aufklärungswürdigen Vorgänge zuzulassen, sind für FPÖ-Generalsekretär Kickl Anlass dazu, um eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts der Untreue gegen Lindner in Erwägung zu ziehen", sagte er heute zu den Vorgängen im ORF.

Die von der heutigen ORF-Führung angestrebte interne Untersuchung der eigenen Machenschaften überzeuge nicht im Mindesten, sagte Kickl, der vermutet, dass da ein Skandal unter der rot-schwarzen Tuchent gehalten werden soll. "In der Causa Lindner ist schon zu viel unter der Tuchent passiert, als dass man den ORF den eigenen Skandal selbst aufklären lassen könnte. Es kann nicht sein, dass mögliche Involvierte rund um die Vorgänge jetzt selber die Untersuchung leiten. Das wird es nicht spielen", so Kickl. Es bestehe nämlich der begründete Verdacht, dass es sich bei der Causa Lindner nur um die Spitze eines gigantischen Freunderlwirtschaftseisberges handeln könnte, bei dem ein undurchsichtiges System von Konsulentenverträgen, die offenbar alle ohne Ausschreibung vergeben worden seien, eine wesentliche Rolle spielen, so Kickl. Der freiheitliche Generalsekretär verwies in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die X-Akte des Konsulentenvertrages von Grün-Verbinder Pius Strobl. "Die ORF-Führung unter Wrabetz verhindert in diesem Zusammenhang nachhaltig die Offenlegung aller Fakten und Summen und verhindert damit jede effektive Kontrolle durch das genau dafür zuständige Gremium. Das ist eine absolut unakzeptable Vorgangsweise und ein Schlag ins Gesicht der Zwangsgebührenzahler ", so Kickl.

Neben der Offenlegung der Konsulentenverträge und der Untersuchung der Vergabepraxis Lindners, die offenbar ein System nach dem Modell der niederösterreichischen ÖVP im ORF etabliert habe, sei jedenfalls auch die Rolle des damaligen Kaufmännischen Direktors Wrabetz zu untersuchen, über dessen Schreibtisch die angeblich ohne Ausschreibung vergebenen Aufträge gelaufen sein müssten, betonte Kickl. "Was ist das für ein kaufmännischer Direktor, der mit kaufmännischen Entscheidungen in Millionenhöhe rein gar nichts zu tun gehabt haben will? Diese Strategie des jetzigen Generaldirektors erscheint wenig glaubwürdig. Denn sollte Herr Wrabetz umgangen worden sein, müsste ja er ja längst von sich aus gegen Frau Lindner aktiv geworden sein", so Kickl.

Sollte der ORF weiterhin eine Untersuchung dieser unerfreulichen Angelegenheit durch externe und unabhängige Experten verweigern und die Konsulentenverträge nicht Vertrag für Vertrag offenlegen, so sei er, Kickl, im Interesse der Zwangsgebührenzahler gezwungen, den Weg zur Staatsanwaltschaft einzuschlagen, betonte der freiheitliche Generalsekretär abschließend.

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