Haubner zu Pensionskommission: Gutachten verdeutlicht dringenden Reformbedarf

Tatsachen ins Auge sehen: Lebenserwartung steigt schneller als faktisches Pensionsantrittsalter - Anreize für längeres Verbleiben in Erwerbstätigkeit schaffen

Wien, 29. Oktober 2013 (OTS) - "Das Gutachten der Pensionskommission ist kein Grund für Panik, verdeutlicht aber dringenden Handlungsbedarf", hält der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner fest. "Alle drei Jahre hören wir von den betroffenen Gruppen die gleichen Argumente: Die einen spielen das zweifellos bestehende Problem der langfristigen Finanzierung des Pensionssystems herunter. Die anderen geben den Unternehmern die Schuld, dass ältere Arbeitnehmer in Österreich früher als in anderen EU-Ländern aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Viele bemängeln Schlupflöcher", resümiert Haubner, der betont:
"Gegenseitige Schuldzuweisungen werden das Pensionssystem nicht absichern! Alle Seiten sind aufgefordert, den Tatsachen ins Auge zu sehen! Nämlich, dass die Lebenserwartung in Österreich schneller steigt als das faktische Pensionsantrittsalter. Dass sich der Zuschuss aus dem Budget für die Pensionen von 2012 bis 2050 mehr als verdoppeln wird. Und dass 2060 laut Prognose nur 1,9 statt derzeit 3,7 Erwerbstätige für die Finanzierung eines Pensionisten zur Verfügung stehen werden." ****

"Die langfristige Sicherung der Pensionen gehört zu den 'großen Brocken', die wir mit dem allerorts angekündigten 'neuen Stil' angehen müssen! Wir sind es den Österreicherinnen und Österreichern schuldig, verantwortungsvoll und vor allem zügig die richtigen Schritte zu setzen, damit sich auch die nächsten Generationen einer verlässlichen Pension sicher sein können", verdeutlicht Haubner, für den es zu dem "neuen Stil" gehört, zukunftgerichtete und zeitgemäße Maßnahmen zu diskutieren, statt Maßnahmen zu fordern, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber nur gegeneinander ausspielen. "Was wir brauchen, sind Anreize, statt Strafen, um ein längeres Verbleiben in der Erwerbstätigkeit zu schaffen. Davon profitieren alle Seiten -Mitarbeiter wie Unternehmer", schließt Haubner.

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