Korun: "Neues Regieren" auch durch fällige Asylreform unter Beweis stellen

Menschlichere Flüchtlingspolitik angesichts der Lampedusa-Ereignisse hoch an der Zeit

Wien (OTS) - "Die Grünen unterstützen den Vorstoß der Initiative 'Gegen Unmenschlichkeit'. Auch wir sind der Meinung, dass es dringend einer Wende in Europas Asylpolitik bedarf. Die vielen Toten im Mittelmeer vor den Toren Europas legen davon Zeugnis ab, aber auch Skandale, wie sie unlängst in AsylwerberInnenheimen wie z.B. auf der Saualm vorgekommen sind", bekräftigt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, den Wunsch nach Reformen hin zu einem menschlicheren Asylsystem.

"Eine Reform des derzeitigen Asylsystems muss kein Nullsummenspiel sein: Werden unsere Asylgesetze vereinfacht und einheitliche Unterbringungsstandards in allen Bundesländern eingehalten bzw. kontrolliert, führt das zu menschenwürdigeren und faireren Asylverfahren, aber auch zu weniger Bürokratie und Entlastung der Behörden. Lässt man zu, dass AsylwerberInnen legal für ihren Lebensunterhalt aufkommen, könnten diese in sinnvoller Weise an der Gesellschaft teilhaben und müssten nicht jahrelanges Nichtstun in einer ohnehin psychisch schwierigen Zeit ertragen. Gleichzeitig könnten sie sich dadurch selbst versorgen und würden dabei den Staat entlasten", sagt Korun. "Unser Asylsystem ist schon seit langer Zeit ein Labyrinth aus Spezialnormen und undurchschaubaren Paragrafen geworden. Mit der Erarbeitung eines effizienten und fairen Asylgesetzes würde die österreichische Regierung auch sich selbst und den BeamtInnen einen Gefallen tun", meint Korun.

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