IV: Pensionskommissionsbericht belegt neuerlich weiteren Handlungsbedarf

IV-GS Neumayer: Lebenserwartung steigt schneller als prognostiziert - Finanzierbarkeit des Pensionssystems nur durch weitere Reformschritte gesichert

Wien (OTS/PdI) - "Der heute von der Pensionskommission vorgelegte Bericht über die langfristige Entwicklung der gesetzlichen Pensionsversicherung zeigt erneut den deutlichen Handlungsbedarf im Pensionssystem auf", stellte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, fest und verwies darauf, dass die Lebenserwartung um 4,5 Prozent stärker ansteige als der vom Gesetzgeber festgesetzte Referenzpfad. "Bereits bei einer Abweichung von 3 Prozent ist laut Gesetz vorgesehen, dass die Pensionskommission Vorschläge zu weiteren Maßnahmen im Pensionssystem zu erstatten hat", betonte Neumayer.

Zudem zeige der Bericht der Pensionskommission auf, dass die nachhaltige Finanzierbarkeit keineswegs gesichert sei: "Laut den Berechnungen werden im Jahr 2050 bereits 6 Prozent des BIP an Bundesmitteln in das Pensionssystem zugeschossen", so der IV-Generalsekretär. "Vorgesehen war jedoch nur ein vorübergehender Anstieg dieses Zuschusses, 2050 sollten die Bundesmittel höchstens bei 3 Prozent des BIP liegen", warnte Neumayer. "Es sind nun, wie gesetzlich vorgesehen, Reformmaßnahmen zu erarbeiten und dringend umzusetzen, um die nachhaltige Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems zu sichern. Wir dürfen uns nicht auf den bisher noch leider unzureichenden Reformschritten ausruhen, es braucht weitere wirksame Maßnahmen, wie auch in den Berichten von OECD und IWF über das österreichische Pensionssystem wiederholt festgestellt wurde", betonte Neumayer. "Die Industriellenvereinigung fordert daher zur Sicherstellung der nachhaltigen Finanzierbarkeit des Pensionssystems wirksame Einschränkungen frühzeitiger Pensionsmöglichkeiten, eine raschere Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsalters an jenes der Männer und die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmechanismus im Pensionssystem, der die steigende Lebenserwartung automatisch berücksichtigt," so Neumayer.

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